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Eschede Erneuter Protest gegen Nazitreffen
Celler Land Eschede Erneuter Protest gegen Nazitreffen
17:29 14.06.2012
Eschede

Erneut wird es am Sonnabend kommender Woche, 23. Juni, in Eschede eine Demonstration gegen die Treffen von Neonazis geben. Auf dem Hof von Joachim Nahtz soll an diesem Tag wieder eine Sonnwendfeier von Rechtsextremisten stattfinden, gegen die ein breites Bündnis aus der Region protestieren will. „Endlich Schluss mit den Nazitreffen in Eschede“ heißt es in einer Erklärung des Netzwerks Südheide gegen Rechtsextremismus.

Das Bündnis verweist darauf, dass es seit 25 Jahren Nazitreffen bei Nahtz gibt. Erst am Karfreitag hatte es eine „Solidaritätsveranstaltung“ gegeben, bei der Geld für Angehörige von inhaftierten Mitgliedern der Neonazi-Szene in Nordrhein-Westfalen gesammelt wurde. Mit Blick auf die anstehende Sonnwendfeier heißt es, dass diese Treffen nicht nur dem Feiern dienten, sondern Neonazis aus ganz Norddeutschland hier Kontakte knüpften, Verbindungen pflegten und bevorstehende Aktionen bewerben würden.

„Besonders besorgniserregend ist die zunehmende Mitnahme von Kindern und Jugendlichen zu diesen Treffen. Die Kinder werden von klein auf der Ideologie und den Anschauungen der extremen Rechten ausgesetzt“, schreibt das Netzwerk. Es weist die Behörden auf die Kindswohlgefährdung hin und fordert dazu auf, gegebenenfalls jugendgefährdendes Material zu beschlagnahmen und Strafanzeige zu erstatten.

Die vom DGB Nordost-Niedersachsen angemeldete Demonstration startet um 14 Uhr am Bahnhof und führt auf der L 281 zur Kreuzung Am Dornbusch/Zum Finkenberg. Hier soll um 15 Uhr der Todesopfer rechtsextremer Gewalt gedacht werden, zudem werden das Siegerlogo und die Homepage des Netzwerks Südheide vorgestellt. Geplant sind auch Musik, Ausstellungen und weitere Informationen.

Ab 18 Uhr finden auf der L 281 Staffelgottesdienste statt: Zwei Züge bewegen sich ab B 191 und Marinesiedlung auf die Abfahrt zum Finkenberg zu. Hier findet der gemeinsame Abschluss statt.

Von Joachim Gries