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Eschede Eschede: Diplomatische Lösung mit "Weichmacher" in Sicht
Celler Land Eschede Eschede: Diplomatische Lösung mit "Weichmacher" in Sicht
18:08 20.02.2012
Höfer

14 Punkte brachte Cruse vor, die er erfüllt sehen will. Das vorläufige Ergebnis ist ein überarbeiteter Vertrag mit "Weichmachern", wie Cruse sich ausdrückt.

"Es müssen alle Gemeinden mit bedacht sein", gibt Samtgemeindebürgermeister Günter Berg zu bedenken. An dieser Front zumindest sieht es gut aus. Thomas Munder, Bürgermeister Habighorsts zeigte sich nach den Verhandlungen einverstanden mit der Überarbeitung. Dennoch bleibt bei Bürgern wie Politikern die Kritik am Widerstand Höfers: "Ich weiß nicht, wofür sich die Höferaner halten", sagte in der vergangenen Woche ein Ratsmitglied einer anderen Gemeinde.

"Es gibt nirgendwo Verbindlichkeiten", bemängelt Cruse auch an der Neufassung. So sind es weiterhin Formulierungen wie "unter Berücksichtigung der Wirtschaftlichkeit des Betriebes sowie der Belange der Bevölkerung sowie der Besucherzahlen", an denen der Bürgermeister sich stört. Vor allem aber: "Die zwischenmenschliche Ebene müsste besser sein." Dies jedoch wird ein neuer Vertrag auch nicht erreichen können, Cruse: "Keiner weiß, wie im Herbst nach der Umwandlung der Rat reagiert. Hält man sich an Absprachen?" Zu unverbindlich seien die Verträge, zu frei der künftige Gemeinderat in seinen Entscheidungen. "Zufrieden bin ich nicht. Aber vielleicht waren die Erwartungen auch einfach zu hoch."

Keine Diskussionen wird es wohl über den Namen geben: "Eschede ist bekannt", sagt Cruse. Nur ein neues Wappen anstelle des Escheder Eschenblatts würde er sich wünschen.

Das nächste und entscheidende Treffen der Lenkungsgruppe findet am 1. März statt. Dann wird auch der Entschuldungshilfevertrag überarbeitet. In der alten Fassung finden sich Ideen zur Einsparung, die sich Berg zufolge als nicht durchführbar herausgestellt haben. Für sie müssen Alternativen gefunden werden. Cruse pocht außerdem auf regelmäßige Überprüfung der Fusionsziele, diese sollen im Vertrag festgeschrieben werden. In allen Mitgliedsgemeinden wird es in der ersten Märzhälfte Sitzungen geben, in der die fertigen Verträge beschlossen werden - oder nicht. (isa)

Von Isabell Prophet