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Eschede Eschede hilft nach Flammeninferno: Jetzt geht es wieder aufwärts
Celler Land Eschede Eschede hilft nach Flammeninferno: Jetzt geht es wieder aufwärts
18:57 18.05.2018
Quelle: Joachim Gries
Eschede

Die Hilfsbereitschaft der Familie, der Freunde und Nachbarn, der Kollegen, der Kirche, der Escheder Vereine und Firmen war groß und half dem Ehepaar bei der ersten Bewältigung der Katastrophe. Jetzt ist alles geregelt, erste Arbeiten für den Neubau sind angelaufen. Für Uta und Bernd Kruse gibt es wieder eine Perspektive: Im Dezember wollen sie wieder in die eigenen vier Wände ziehen.

Den Neustart verbindet das Ehepaar mit einem Dankeschön an alle, die sie nach dem Brand unterstützten. „Wir hätten am nächsten Tag zehn Wohnungen haben können“, erinnert sich Bernd Kruse. Nachdem sie in den ersten Tagen bei der Tochter untergekommen waren, bezogen sie zu Silvester eine möblierte Wohnung bei Bekannten. Beim Bäcker, wo Uta Kruse als Verkäuferin arbeitet, stand wenige Stunden nach dem Brand ein Sparschwein für Spenden auf dem Verkaufstresen. Die komplette Bundeswehr-Feuerwehr spendete für ihren Kollegen, der seit 20 Jahren auf dem Fliegerhorst Wietzenbruch als Berufsfeuerwehrmann tätig ist. Der Erlös des Fußball-Hallenturniers in Eschede nach Weihnachten wurde dem Ehepaar gespendet, die Handballsparte half, Sport- und Modehaus Wennde in Lachendorf kleidete das Ehepaar neu ein, Einrichtungshaus Wallach sagte Hilfe zu.

Dass sie dem Flammeninferno entkamen, haben Uta und Bernd Kruse einen Rauchmelder zu verdanken. Den hatte die Frau gegen 4 Uhr in der Frühe gehört und ihren Mann geweckt. Als der im Erdgeschoss nach dem Rechten sah, war es fast schon zu spät. Alles war verqualmt, sie konnten gerade noch das Haus verlassen und vom Nachbarn aus die Feuerwehr alarmieren. Wenig später schlugen die Flammen aus Fenstern und Giebel.

Etwa viereinhalb Minuten später traf das erste Löschfahrzeug ein, die Escheder Feuerwehr hat ihr Domizil quasi um die Ecke. „Du denkst, das ist eine Ewigkeit“, sagt Bernd Kruse. Seine Feuerwehrkameraden und ganz besonders sein Schwiegersohn Jonas Volkmann stellten erleichtert fest, dass er und seine Frau das Haus rechtzeitig verlassen hatten.

Kruse, der als Mitglied der Escheder Freiwilligen Feuerwehr Einsatzerfahrungen gesammelt hat, ist überzeugt, alles richtig gemacht zu haben. Einfach nur raus mit seiner Frau, keine Tür mehr öffnen, nichts retten. Denn ein paar Atemzüge mit Rauchgas können tödlich sein. Dennoch musste er sich die Frage anhören: „Warum ist dein Haus abgebrannt? Du bist doch Feuerwehrmann.“ Die Brandexperten stellten fest, dass das Netzteil eines Fernsehgerätes den Brand ausgelöst hatte.

Bis auf ein paar Schmuckstücke, Besteckteile und ein paar Fotoalben war aus dem Haus nichts mehr zu retten. Alle Unterlagen waren weg, alle Papiere, die Autoschlüssel. Das Gebäude wurde Ende Januar abgerissen. Es war hart, das mit anzusehen, denn bei Umbau und Anbau sowie Renovierung war viel eigene Arbeit investiert worden. Versicherungsvertreter Torsten Jeschke regelte alles, die Gothaer Versicherung wird jetzt den Neubau eines barrierefreien Bungalows zahlen und auch für die Ausstattung aufkommen.

Einen Teil der Spenden wird das Ehepaar Kruse an „Paulinchen“, die Initiative für brandgeschädigte Kinder, weiterreichen. Der Verlust von CDs, Dekoengel-Sammlung oder Modellbauutensilien mag schwer wiegen, „aber die Dinge kann man ersetzten“, sagt Bernd Kruse. Für das Ehepaar steht im Vordergrund, dass ein Rauchmelder ihnen das Leben rettete. Froh sind die beiden, dass das Bauunternehmen Fritsche ihren Neubau dazwischenschieben kann. Jetzt geht es wieder aufwärts.

Von Joachim Gries

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