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Eschede Eschede investiert in Tourismus
Celler Land Eschede Eschede investiert in Tourismus
17:04 06.05.2015
An der Ecke des Spielplatzes der Escheder Marienesiedlung soll ein neuer Rastplatz für Rad-Touristen und Anwohner entstehen. Die Stelle wird bereits regelmäßig vom Bürgerbus angesteuert. Quelle: Benjamin Westhoff
Eschede

„Die Ortschaften der Region sind umgeben von einer reizvollen Kultur- und Naturlandschaft. Dieses Potenzial wird derzeit weder touristisch noch für die Naherholung ausreichend in Wert gesetzt“ heißt es in einer Vorlage der Gemeinde Eschede. Um dies zu ändern, will die Verwaltung im Dorfzentrum von Dalle am Hösseringer Weg und in der Marinesiedlung zwei attraktive Zielpunkte in Form von Rastmöglichkeiten für Radfahrer schaffen.

„Es geht uns darum, in der Landschaft Signale unterzubringen, die Touristen zeigen, dass sie bei uns willkommen sind“, erläutert der Stellvertreter des Escheder Bürgermeisters, Wilfried Nieberg. Die Motivation der Verwaltung ist, dass die beiden Ratsplätze entlang der Route der Radrundtour „Wo sich Wasservögel und Teichkarpfen wohlfühlen“ des Landkreises Celle liegen. Für dieses Vorhaben gab es in der jüngsten Sitzung des Wirtschaftsausschusses grünes Licht. Während Dalle noch Fixpunkt einer weiteren Tour ist, schafft der Landkreis Celle in der Marinesiedlung für 500.000 Euro einen Lückenschluss des Radfernweges von Hannover nach Lüneburg.

Vorgesehen ist, die Plätze mit erdbraunen Betonsteinen zu pflastern und zu begrünen, Bank-Tisch-Kombinationen aufzustellen und dort jeweils einen Pavillon mit fest verbauten Sitzbänken zu errichten. In Habighorst und Scharnhorst wurden bereits ähnliche Zielpunkte mit gleichen Gestaltungselementen geschaffen, so dass hier laut der Verwaltung ein Wiedererkennungswert geschaffen wird.

„Wir schlagen zwei Fliegen mit einer Klappe, da es multifunktionale Plätze werden“, sagt Nieberg. Die Plätze könnten künftig nicht nur für Dorffeste oder als Treffpunkte genutzt werden, sondern sind dann auch Anlaufpunkte des Bürgerbusses und des Busses der Kreisfahrbücherei. Außerdem erhofft sich die Verwaltung, dass Lebensmittelhändler dort mit einem Stand ihre Waren feilbieten werden.

„Es soll kurzfristig losgehen, wir warten nur noch auf einen positiven Förderbescheid“, so Nieberg. Bis spätestens Ende Juli soll das Projekt bereits abgeschlossen sein. Rund 35.000 Euro soll der zweifache Umbau kosten, 18.000 Euro sollen über Fördermittel finanziert werden.

Von Kai Knoche