Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Eschede Eschede setzt auf Natur-Erlebnisse statt Eschenschau
Celler Land Eschede Eschede setzt auf Natur-Erlebnisse statt Eschenschau
18:45 04.04.2016
Den „Entdeckertag“ im Spätsommer nutzen in den vergangenen Jahren viele Menschenfür einen Besuch in Eschede.  Quelle: Fremdfotos / Texte Eingesandt
Eschede

Angeknüpft werden soll an das Schlagwort „Klein Skandinavien“, das schon vor Jahrzehnten für die an Wald und Teichgebieten reiche Landschaft rings um Eschede und seine Ortsteile geprägt wurde. Wie es gelingen kann, das touristische Potenzial auszuschöpfen, dazu sollen jetzt Ideen gesammelt werden.

Ansätze gibt es bereits seit Jahren, etwa mit der Veranstaltung „Wir wandern durch Wald und Feld“. Die nächste Tour findet am Sonntag, 8. Mai, statt. Dann soll der Naturreichtum um Rebberlah erkundet werden. Start ist um 10.30 Uhr am Südheide-Parkplatz in Rebberlah. Zum Abschluss soll in der alten Kuhle auf dem Grundstück Moll gegrillt werden.

Auch eine Radtour im Rahmen des „Entdeckertages“ der Region Hannover wird es in diesem Jahr wieder geben, und zwar am Sonntag, 4. September. In den vergangenen Jahren war diese Veranstaltung gut besucht worden, 2015 hatten rund 60 Radler teilgenommen. Das Orga-Team aus Hannover hatte bei GuTE telefonisch angefragt, was dieses Jahr ansteht. „Das ist für unseren kleinen Verein so etwas wie ein Ritterschlag“, sagt Vorsitzende Stephanie Bölke. Start mit den Gästen, die mit dem Metronom aus Richtung Hannover kommen, ist um 10.30 Uhr am Bahnhof Eschede. „Es wird in die Heide gehen, wahrscheinlich in Richtung Rebberlah/Tiefental“, sagt Bölke.

Im September soll auch die neue Werbetasche des Vereins auf den Markt kommen, die Landschaftsimpressionen aus Eschede zeigt. Die Träger können sich so mit dem Ort identifizieren und Werbung für den Ort machen. Und natürlich werde mit den Taschen auch ein Beitrag für den Umweltschutz geleistet, sagt Bölke mit Verweis auf die aktuelle Diskussion über die Eindämmung der Plastiktüten-Flut.

„Wir wollen uns moderner und aktiver präsentieren und mehrere Orte der Gemeinde einbeziehen“, umreißt die Vorsitzende die weiteren Pläne. Auch an sportliche Aktivitäten sei gedacht. So gebe es ein erstes Konzept für ein Rad-Event. Ob es schon 2017 an den Start gehen könne, sei aber noch nicht abschätzen.

Bei den Plänen setzt GuTE auf die Zusammenarbeit mit anderen Vereinen in der Gemeinde Eschede, so wie es bereits erfolgreich mit der Herrengymnastikabteilung des TuS Eschede und der Siedlergemeinschaft Eschede funktioniert. „Auf so eine Kooperation wird es sicherlich wieder hinauslaufen“, sagt Bölke und denkt dabei etwa an die „WeiberWirtschaft“, zu der sich Escheder Unternehmerinnen zusammengeschlossen haben. Sie haben mehrfach mit Veranstaltungen auf sich aufmerksam gemacht.

Eine Eschenschau wie zuletzt im Juli 2014 wird es nach Bölkes Worten aller Voraussicht nach in der Form nicht mehr geben. Die anwesenden Mitglieder seien sich bei der Jahreshauptversammlung darin einig gewesen, dass sich das doch recht statische Bewegen von Stand zu Stand überlebt habe. Außerdem sei das heimische Gewerbe einfach zu schwach vertreten gewesen. Heute funktioniere Werbung eher über die Homepage oder durch Kundenbesuche. Sie persönlich bedaure das mögliche Aus der Gewerbeschau, könne sich den Argumenten aber nicht verschließen, sagte die Vorsitzende.

Neu im GuTE-Vorstand ist Sandra Lutterloh, als Grafikerin hat sie den Verein schon länger begleitet und den Entwurf für die neue Tasche angefertigt. Sie rückt für Sarah Stockert nach, für die in nächster Zeit die Familie Priorität hat.

Von Joachim Gries