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Eschede Eschede steigt ins Sparen ein
Celler Land Eschede Eschede steigt ins Sparen ein
19:05 28.09.2016
Eschede

„Klimaschutz heißt: Eschede soll die Welt retten“, mit diesen Worten stieg Ladwig in die Präsentation ein, um gleich zu korrigieren: „Das klappt ja nicht.“ 50 Prozent des Energieverbrauchs diene heute der Beheizung von Gebäuden. Ziel der Bundesregierung sei es, den Ausstoß der Treibhausgase bis 2050 gegenüber 1990 um 80 bis 95 Prozent zu senken und durch Effizienssteigerung den Primärenergie-Verbrauch um 50 Prozent zu senken.

„Klimaschutz fängt beim Einsparen an“, sagte Ladwig. Bei der Einstiegsberatung werde Eschedes großer kommunaler Gebäudebestand betrachtet. Daraus entwickle die Arbeitsgemeinschaft Vorschläge und nenne Förderprogramme, mit denen die energetische Sanierung dann umgesetzt werden könne. "Wir geben Empfehlungen, was für die nächsten zwei oder drei Jahre sinnvoll ist“, sagte Ladwig. „Das ist kein Abo. Sie entscheiden, was sie machen wollen und wann“, ergänzte von Heeren.

Die Einstiegsberatung wird zu 91 Prozent vom Bund gefördert. Entscheidet sich Eschede für einen zweiten Schritt, ist sogar eine Förderung bis zu 95 Prozent möglich. Und schon im ersten Schritt sollen neben kommunalen Liegenschaften auch private Wohngebäude unter die Lupe genommen werden. Nicht einzelne Gebäude, sondern Gebäudearten wie etwa typgleiche Siedlungsbauten aus den 1960er Jahren. So könnten Einsparpotenziale und Aufwendungen für eine Sanierung umrissen werden.

„Wir haben hier einen riesigen Handlungsbedarf“, sagte Bürgermeister Günter Berg in der Ausschusssitzung. Was in Eschede jetzt begonnen werde, machten andere Kommunen nicht. „Das ist schon ein Alleinstellungsmerkmal.“

„Es gibt eine Menge Förderprogramme für Straßenbeleuchtung, Sporthallen, Heizung, Lüftung“, sagte Bergs Allgemeiner Vertreter Wilfried Nieberg. Welche Fördertöpfe anzuzapfen seien, damit sei eine kleine Verwaltung überfordert. Deshalb greife man auf Experten zurück.

Von Joachim Gries