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Eschede Eschede verbessert Hochwasserschutz
Celler Land Eschede Eschede verbessert Hochwasserschutz
16:23 22.06.2012
Eschede

Darauf hatten sich in einer interfraktionellen Sitzung die Vertreter von CDU, SPD und Grünen verständigt, bevor in dieser Woche ein entsprechende Beschluss im Rat der Gemeinde Eschede gefasst wurde.

„Wir gehen davon aus, dass es hilft“, sagte CDU-Fraktionschef Eckhard Breetzke. Zwei fünf Meter lange Kastenrinnen beiderseits der Fahrbahn vor den Grundstücken Schaper und Brokelmann sollen deutlich mehr Wasser aufnehmen als die zurzeit dort eingebauten Gullys. Zudem soll durch die Erhöhung des Bordsteins um zehn Zentimeter vor dem Gästehaus Schaper das Wasser geführt werden. Einzelheiten sollen mit dem Straßenbauamt Verden besprochen werden, bevor die für dieses Jahr zugesagte Fahrbahnsanierung der Landesstraße 283 beginnt.

Die ursprünglich vom Ingenieurbüro Heidt und Peters erarbeitete dreistufige Lösung hatte Kosten von 210.000 Euro ergeben. „Das kann keiner bezahlen“, sagte Breetzke. Er ist froh, dass jetzt eine Lösung gefunden wurde, die die Gemeinde 25.500 Euro kosten wird. Dazu gehört auch der Bau eines Sandfangs an der Perssel oberhalb der Eichenstraße, mit der die Gefahr der Versandung des Dükers unterhalb der Südstraße gemindert werden soll.

Er könne mit der gefundenen Lösung leben, sagte auch SPD-Fraktionschef Hans-Jürgen Soltendieck. Zum Schutz vor Hochwasser musste nach seinen Worten eine Änderung gefunden werden, die rechtlich haltbar und zudem wirtschaftlich sei. „Auch die Anlieger stehen in der Verantwortung“, sagte Soltendieck.

Auch Marlies Petersen (Bündnis 90/Die Grünen) sprach von einer tragbaren Lösung. „Wir wissen ja gar nicht, wie oft Starkregen auftritt“, sagte sie. Im Rahmen des Klimawandels müsse man sich aber schützen. In der Ratssitzung war Gemeindedirektor Günter Berg auf die rechtliche Seite des Problems eingegangen und hatte aus aktuellen Gerichtsurteilen zitiert.

Von Joachim Gries