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Eschede Escheder Grundschulrektorin geht in Ruhestand
Celler Land Eschede Escheder Grundschulrektorin geht in Ruhestand
17:56 16.06.2017
Nach 16 Jahren als Schulleiterin in Eschede verabschiedet sich Angela Rath in den Ruhestand. Quelle: Oliver Knoblich
Eschede

Der Abschiedsschmerz überwiegt bei Rath, gerade weil sie „eine tolle Schule und ein tolles Kollegium“ zurücklässt. Nach all den Jahren zieht sie eine positive Bilanz: „Es war anstrengend, aber auch sehr befriedigend.“

Jeden Morgen pendelte sie von ihrem Wohnort Lüsche bei Steinhorst im Landkreis Gifhorn nach Eschede. „Ich hatte den schönsten Schulweg der Welt“, sagt Rath über die tägliche Fahrt. „Jeden Morgen bin ich voller Freude hierher gefahren.“

Schon im Alter von fünf Jahren war für Rath klar, dass sie Lehrerin werden wollte. „Ich habe alle damit genervt, weil ich ‚Schule‘ spielen wollte“, erinnert sie sich lachend. Ihren Traum verfolgte sie dann weniger konsequent. Nach einem abgebrochenen Theologie-Studium, einer Zeit im Ausland sowie dem Betrieb einer Kneipe wurde Rath mit 30 Jahren sesshaft und bekam ihre beiden Söhne.

1985 trat sie mit den Fächern Deutsch und Musik den Schuldienst an der Grundschule in Steinhorst an. Später unterrichtete Rath auch Sport und Religion. Doch das reichte Rath nach einigen Jahren nicht. „Ich wollte selber prägen und gestalten“, erzählt sie. Also übernahm die Lehrerin die Leitung der Steinhorster Grundschule, nach zehn Jahren wechselte sie nach Eschede und wurde dort Rektorin.

Vor allem mit zwei Projekten hat Rath die Escheder Grundschule nachhaltig verändert: dem Ganztagsbetrieb und der Bläserklasse. Seit 2009 gibt es die Ganztagsschule, die Bläserklasse ist die einzige an einer niedersächsischen Grundschule. „Musik ist mein Ding“, sagt Rath, die sich auch als Kirchenchorleiterin engagiert.

In ihrem Ruhestand wird der Vollblutlehrerin gewiss nicht langweilig. „Ich werde mich um meinen Mann kümmern und die Freie Schule Westerholz mit aufbauen“, sagt Rath. Ihre Erfahrung und ihr Elan kommen also weiterhin Schülern zugute.

Von Amelie Thiemann