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Eschede Escheder Krippenneubau ist fertig
Celler Land Eschede Escheder Krippenneubau ist fertig
16:09 11.05.2011
Der Betrieb im neuen Krippengebäude an der Escheder Osterstraße läuft seit vergangener Woche. Quelle: Joachim Gries
Eschede

Mit einem Radlader verteilen Mitarbeiter eines Garten- und Landschaftsbau-Unternehmens Schotter, hier entsteht die Zufahrt für den Wirtschaftsbereich, Zimmerleute fräsen und sägen, auf dem Schmetterlingsdach steht ein Dachdecker. Es gibt noch viel zu tun, doch im Innern des Krippenneubaus an der Escheder Osterstraße werden seit Beginn vergangener Woche in zwei Gruppen die jüngsten Escheder Einwohner von ihren Erzieherinnen betreut. „In Kürze steht auch der Außenbereich zur Verfügung“, sagt Eschedes Samtgemeindebürgermeister Günter Berg.

Zu jedem Gruppenraum gehört ein Sanitärbereich, in dem die Kinder auch gewickelt werden, und ein Schlafraum. Gegessen wird in der Cafeteria, die im Flur angesiedelt ist. „So haben wir in den Gruppenräumen mehr Platz zum Spielen“, sagt Kita-Leiterin Alexandra Wernig. Für beide Gruppen gemeinsam gibt es einen gefliesten Raum, der als Matsch-Kreativ-Bereich dienen soll.

Direkt aus den beiden Gruppenräumen soll es künftig nach draußen in den Spielbereich gehen. Geplant sind Sandkasten, Schaukel, Rutsche und Sitzecke. Auch eine Kräuterspirale und eine Streuobstwiese sollen angelegt werden. „Es soll lebensnah sein“, sagt Wernig.

Im Neubau sind zur Straße hin die Küche, Kühl- und Gefrierraum und der Hauswirtschaftsbereich untergebracht. 85 bis 90 Portionen Essen werden hier jeden Tag zubereitet, auch der zweite Escheder Kindergarten An der Breite wird von hier mit versorgt. Wernig legt großen Wert darauf, dass mit Produkten aus der Region gekocht wird, die vier örtliche Anbieter anliefern. „Wir wollen nur das Beste für die Kinder“, sagt sie. Gesunde Ernährung sei auch eine Prävention vor Erkrankungen.

In der Waschküche werden Lätzchen, Handtücher und Bettwäsche für rund 100 Kinder gewaschen, ein riesiger Schrank nimmt alles auf. In einem Besprechungsraum hat die Kindertagesstätte endlich Platz für alle Mitarbeiter, hier finden auch Elternabende statt.

Die ehemalige Küche ist heute der gemeinsame Eingangsbereich für den Neubau und den Altbau, in dem drei Gruppen mit zusammen 75 Kindern betreut werden. Im Altbau ist jetzt mit dem Auszug des Wirtschaftsbereichs auch Platz geschaffen für Besprechungs- und Lagerräume, Elternzimmer und Räume, in denen Krabbel- und Delfigruppe sowie die Musik-AG stattfinden können.

Von den gesamten Baukosten, die Berg mit 1,2 Millionen Euro beziffert, entfällt nach Bergs Angaben etwa ein Drittel auf den Umbau des Altbaus. Und der Neubau ist so konzipiert, das er bei fortschreitendem demografischem Wandel auch für Erwachsene genutzt werden kann. „Alles ist denkbar“, sagt Berg.

Von Joachim Gries