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Eschede Escheder Wölfe haben Nachwuchs
Celler Land Eschede Escheder Wölfe haben Nachwuchs
15:40 19.07.2016
Zwei Welpen hielt die Kamera vor wenigen Tagen fest. Ob es im Escheder Rudel weitere Jungtiere gibt, kann nicht gesagt werden.  Quelle: Helge John
Eschede

Die Welpen bei Eschede dürften nach Johns Angaben inzwischen etwa acht bis zehn Wochen alt sein. Mitte Mai hatte eine Kamera die Fähe mit prallem Gesäuge abgelichtet. Inzwischen nehmen die Welpen auch schon feste Nahrung zu sich, die ihnen die Elterntiere oder die Jungtiere aus dem Vorjahr bringen und hochwürgen. Die Jährlinge unterstützen die Eltern als Babysitter bei der Aufzucht. Verbringen Welpen die ersten Wochen in der Höhle, in der sie zur Welt kommen, erkunden sie anschließend die unmittelbare Umgebung des Baus. Die Ausflüge werden zunehmend weiter.

2014 hatte das Escheder Wolfspaar zum ersten Mal Nachwuchs, mindestens ein Welpe wurde per Foto nachgewiesen. 2015 waren dann mindestens vier Welpen auf die Welt gekommen. Auf dem Rheinmetall-Schießplatz wurden nach Angaben von Wolfsberater Theo Grüntjens drei Wolfswelpen beobachtet. Eine Kamera lichtete vor acht Tagen einen Welpen ab, da das Foto unscharf ist, sei aber noch nicht sicher, dass es als C1-Nachweis anerkannt werde, sagte Grüntjens.

Die Landesjägerschaft hatte in der vergangenen Woche informiert, dass auf dem Truppenübungsplatz Munster mindestens fünf Welpen bestätigt wurden. Das Rudel aus Munster streift auch durch das Celler Land. Auf dem Truppenübungsplatz Bergen gibt es nach Angaben von Wolfsberater Rüdiger Tilk zurzeit keine Hinweise auf Welpen. „Gefunden haben wir noch nichts“, sagte der Bundesförster. Dort waren 2013 mindestens vier, 2014 mindestens fünf und 2015 drei bis fünf Welpen zur Welt gekommen.

„Wir sprechen immer von Mindestzahlen“, sagte Tilk. Vor zwei Jahren habe man monatelang angenommen, es mit drei Jungtieren zu tun zu haben, später habe man dann die Zahl auf fünf korrigieren müssen. Nur bei einer mehrere Minuten dauernden Beobachtung könne man recht sicher sein, alle Tiere gesehen zu haben.

Von Joachim Gries