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Eschede Escheder verärgert über bröckelnde Straßen im Gewerbegebiet
Celler Land Eschede Escheder verärgert über bröckelnde Straßen im Gewerbegebiet
17:11 10.03.2017
Eschede

Vor allem die Fahrbahnränder lösen sich mit jedem Tag weiter auf. Daneben bilden sich Mulden, die sich bei Regen zu großflächigen Pfützen ausweiten. „Dann schwimmt hier alles. Das sind riesige Pfützen, da kann man Fische reinsetzen“, empört sich Soltendieck, der seit 1986 in dem Haus seiner Großeltern mitten im Gewerbegebiet wohnt. Den Schuldigen für die bröckelnden Straßen hat der Escheder schnell ausgemacht: Landwirt Henning Schütze, der im Gewerbegebiet eine Biogasanlage betreibt. Er und seine Mitarbeiter sollen bei der Anlieferung die Straße hinunter „rasen“.

„Die Straße ist einfach nicht dafür geeignet“, findet der 61-jährige Soltendieck. Außerdem verstehe er nicht, warum für die Biogasanlage nicht eine andere Zufahrt genutzt werde, die nach Ansicht Soltendiecks strategisch günstiger liege. „Dann wären nur 200 und nicht 800 Meter Straße kaputt“, sagt Soltendieck. So müssten die Trecker auch nicht an seinem Haus vorbeifahren. Gespräche mit Bürgermeister Günter Berg hätten zu keinem Ergebnis geführt.

Berg hingegen schildert einen anderen Verlauf. Bereits im vergangenen Jahr habe er mit Soltendieck über das Problem gesprochen und die „Erweiterung und teilweise Erneuerung des Einmündungsbereichs in den Mühlenweg“ als notwendige Maßnahme bezeichnet. Auch die Einmündung an der T-Kreuzung Höhenbergweg soll repariert werden. „Dafür muss das Mischwerk in Scharnhorst aber erstmal Asphalt produzieren“, erläutert Berg. In den kommenden Frühlingswochen soll das soweit sein. Die alternative Zufahrt, die Soltendieck ins Auge gefasst hat, sei deutlich zu schmal für die Anlieferung und keine Option.

Landwirt Schütze betreibt die Biogasanlage seit 2010. Nun hat er mit der Gemeinde daran gearbeitet, dass Soltendiecks Frust demnächst ein Ende hat. „In guter Zusammenarbeit haben wir eine Lösung gefunden“, sagt Schütze. Er komme mit 99 Prozent der Escheder Einwohner gut klar – bald vielleicht auch mit Soltendieck.

Von Amelie Thiemann