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Eschede Escheder wollen Samen-Invasion mit Antrag stoppen
Celler Land Eschede Escheder wollen Samen-Invasion mit Antrag stoppen
18:45 21.11.2017
Von Audrey-Lynn Struck
Quelle: Oliver Knoblich
Eschede

Etwa 15 Meter hohe Eschen stehen auf dem Seitenstreifen dicht an den Grundstücken der Anwohner am Fritz-Reuter-Weg. Ihre Wurzeln haben Teile des Fußweges aufgeworfen. Unmengen an Laub liegt auf der Straße und den Grundstücken. Im Frühjahr heißt es bei den Eschedern schnell sein und alle Samen aufsammeln, wenn sie eine Invasion der Baumriesen verhindern wollen. Den Anwohnern reicht es. Sie stellen morgen einen Antrag im Escheder Ortsrat, die Bäume zu fällen und gegen kleinkronige Bäume auszutauschen.

Initiiert wurde der Antrag von Anwohner und Ortsratsmitglied Frank Ziesmann. Mit einer Unterschriftenliste hofft er zusammen mit den anderen Anliegern auf einen positiven Rats-Beschluss. Dass die Bäume sich für die Anwohner zu so einem großen Problem mausern würden, hätte damals niemand für möglich gehalten. "Die gehen richtig in die Höhe", klagt der Anwohner Jörg Schindel. Noch seien die Bäume klein genug, um sie zu fällen. Warte man allerdings noch länger, kämen womöglich zu den Huckeln auf dem Bürgersteig bald auch noch Straßensanierungskosten auf die Anwohner zu. "Außer Dreck und alles kaputt zu machen, machen die doch nichts", sagt der Escheder.

Das Ehepaar Rieke hat sich auch an dem Antrag mit einer Unterschrift beteiligt. "Unser Rasen ist seit ein paar Jahren voll mit Samen. Die machen alles kaputt", erzählt Evamarie Rieke. Jedes Frühjahr müsse sie "die kleinen Dinger" mühselig zusammensammeln – insgesamt 14 Liter – sonst wachsen schon bald überall kleine Bäumchen. "Ich muss auch immer auf den Knien in die Hecke krabbeln, um die kleinen Dinger rauszuziehen", so die 61-Jährige.

Es sei schon einmal gut, dass gleichzeitig von einer Ersatzpflanzung gesprochen werde, meint Ortsbürgermeisterin Stephanie Bölke: "Sonst würden wir als Politik auf jeden Fall ablehnen." Eine weitere Möglichkeit sei allerdings, die Bäume zu belassen und den Bürgersteig wieder zu begradigen. (als)