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Eschede Eschedes Archiv jetzt in der Schule
Celler Land Eschede Eschedes Archiv jetzt in der Schule
17:56 01.06.2016
Eschede

In rund 500 Archivkartons sind die aufbewahrungswürdigen Unterlagen untergebracht, anhand derer sich die Geschichte der Kommune und ihrer Verwaltung nachzeichnen lässt. Von der Schulchronik über Protokollbücher mit Ratsbeschlüssen, Wahlergebnissen, Gewerbeanmeldungen bis zu Belegexemplaren von Veranstaltungen reicht die Palette der Schriftstücke. Dazu kommen Foto- und Postkartensammlungen, Plakate, eine umfangreiche Handbibliothek mit Literatur über die Region, Audio- und Videoaufzeichnungen. Auch eine kleine Sammlung historischer Vereinsfahnen sowie antiquierter Büromaschinen zählt zum Fundus.

In der vergangenen Woche musste von Seebo, zwei Mitarbeitern des Gemeinde-Bauhofs sowie vier Helfern jedes Stück in die Hand genommen und in Umzugskartons verpackt werden, sofern es die Größe zuließ. Dann ging es eine Treppe hoch, alles wurde auf dem Anhänger hinter dem Kleintraktor verstaut, nach ein paar hundert Metern Fahrt wurde alles wieder entladen und in der Schule zwei Treppen hochgeschleppt. Waren die Regale leer, wurden sie demontiert und in den neuen Räumen wieder aufgebaut. Und während Seebo die ersten Kartons für weitere Transporte leerte, ging die Schlepperei weiter. „Es war schon eine logistische Leistung“, stellt er fest.

Auch in dieser Woche hat der Archivar noch reichlich Material aus den Kartons zu ziehen und am richtigen Platz zu verstauen, in der kommenden Woche ist er dann wieder in Bergen im Archiv tätig. Die beiden Kommunen teilen sich seine Stelle.

Der Umzug war im Grunde auch eine Notwendigkeit: Vor Jahren war eine zu hohe Luftfeuchtigkeit im Keller der Musenmöhl festgestellt worden, die Kartons begannen zu schimmeln. Alles musste gereinigt und eine Lüftung eingebaut werden. Doch es blieb muffig. Das ist jetzt in der Schule anders. Hier sorgen die großen Fenster auch für reichlich Licht.

Seebo arbeitet seit Dezember 1985 in Eschede. Er katalogisierte damals zu Beginn den ganzen Aktenbestand und machte so das Archiv überhaupt erst nutzbar.

Von Joachim Gries