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Eschede Eschen am Frit-Reuter-Weg kommen weg
Celler Land Eschede Eschen am Frit-Reuter-Weg kommen weg
17:35 30.11.2017
Von Audrey-Lynn Struck
Eschede

Anders als von den Anwohnern erhofft, sprach man sich im Escheder Ortsrat allerdings dagegen aus, die großen Bäume alle sofort zu fällen. Stattdessen sollen die verbliebenen Eschen über zwei Jahre verteilt abgeholzt werden.

Der Grund für die Verzögerung sind die Kosten: Die Fällung schlägt mit 1000 Euro pro Baum zubuche. Insgesamt kommen so Kosten von 8000 Euro auf die Gemeinde zu. In dem Preis ist die Fällung, das Ausfräsen und Verwässern des Bodens, der neue Baum sowie dessen Pflege für zwei Jahre enthalten. Das ist unter anderem der CDU-Fraktion zu viel. „Deshalb haben wir uns überlegt, die Bäume nacheinander zu entfernen. So muss nicht das ganze Geld sofort aufgebracht werden“, sagte Ortsratsmitglied Christian Hartwig. Für die Anwohner sowie Frank Ziesmann, Initiator des Bürger-Antrages und ebenfalls Ortsratsmitglied, unverständlich.

„Ich habe wirklich ein sehr scharfes Interesse, dass die Bäume rauskommen. Die sind fruchtbar", sagte eine Anwohnerin. Vor ihrem Haus wachsen zwei Eschen, deren Samen sie jedes Jahr von ihrem Rasen sammelt, damit sich die Bäume nicht vermehren. Die Eschederin schlug vor, die Kosten von 8000 Euro zu reduzieren und zum Beispiel an der Pflege des neuen Baumes zu sparen. „Also ich bin bereit, meine Stunden, die ich brauche, um die Triebe rauszureißen, zu investieren, um den Baum zu pflegen. Sie müssen mir nur sagen, was ich machen soll.“ Doch ihr Vorschlag traf im Rat auf taube Ohren.

Auch innerhalb des Ortsrates war man geteilter Meinung. „Noch kann der Bauhof selbst aktiv werden. Für uns ist das der letzt mögliche Zeitpunkt einzuschreiten“, sagte Ziesmann. Unterstützung bekam er bei seinem Anliegen von Parteikollegin Brigitte Müller. „Gleich alle Bäume zu entfernen kann der Haushalt verkraften. Wir haben ganz andere Punkte, die viel mehr kosten“, so Müller. Doch Marlies Petersen, Mitglied der Grünen, hielt dagegen. „Die Größe der Bäume hat noch längst nicht die Hälfte des Maximums erreicht.“

Zwar stimmten am Ende Ziesmann und Müller gegen die Empfehlung des Ortsrates, doch zumindest mit einem Punkt dürften die beiden Politiker einverstanden sein. Beim nächsten Mal werden keine Eschen, sondern kleinwüchsigere Bäume gepflanzt. (als)