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Eschede Gedenken an ICE-Katastrophe in Eschede
Celler Land Eschede Gedenken an ICE-Katastrophe in Eschede
16:14 05.06.2017
Am 19. Jahrestag der ICE-Katastrophe von Eschede gedachten Angehörige, Einsatzkräfte, Einwohner und Mitarbeiter der Deutschen Bahn der Opfer. Quelle: Joachim Gries
Eschede

„Sie alle wissen, was der Tag für die Betroffenen bedeutet“, sagte Heinrich Löwen von der Selbsthilfe Eschede in einer kurzen Ansprache. Er hatte bei dem Unglück vor 19 Jahren seine Frau und eine Tochter verloren. Er freue sich, dass auch Mitarbeiter der Deutschen Bahn anwesend seien, sagte Löwen. Etwa 15 Bedienstete der Deutschen Bahn waren nach Eschede gekommen, um der Opfer und insbesondere ihrer Kollegen zu gedenken, die bei dem Unglück starben. „Wir fahren hier jeden Tag zweimal vorbei“, sagte Zugbegleiterin Daniela Schümann aus Hamburg, die das Treffen ihrer Kollegen wieder organisiert hatte.

Neben Professor Udo Steiner, Ombudsmann der Deutschen Bahn für die Opfer und Hinterbliebenen von Eisenbahnunfällen, war vom Unternehmen Ulrich Bischoping als Konzernbevollmächtigter für die Länder in Bremen und Niedersachsen in Eschede anwesend. In den vergangenen vier Jahren hatte Bahnchef Rüdiger Grube an der Gedenkfeier teilgenommen. Er war im März aus dem Amt geschieden. Die Züge der Bahn passierten während der Feier die Gedenkstätte in Langsamfahrt.

Ein geborstener Radreifen hatte vor 19 Jahren die Katastrophe ausgelöst. Der bei Tempo 200 entgleiste ICE 884 „Wilhelm Conrad Röntgen“ hatte die Rebberlaher Brücke zum Einsturz gebracht. Neben den 101 Toten gab es damals 88 Verletzte.

Von Joachim Gries