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Eschede Im Dezember bringt der Kran den Zwischenschuss
Celler Land Eschede Im Dezember bringt der Kran den Zwischenschuss
17:43 18.11.2010
Zurzeit werden die Fundamente der Strommasten verstärkt, die dann im Dezember erhöht werden sollen. Quelle: Joachim Gries
Eschede

Ein Fahrweg aus dicken Holzbohlen führt durch das Waldstück bei Aschauteiche. Ein Bagger steht neben der Baugrube, die durch einen flexiblen Zaun gesichert ist. In der Grube stehen drei Arbeiter auf einer Betonplatte und verschrauben Metallstreben. Auch der Laie erkennt, dass um das Gitterwerk eines bestehenden Strommasts das Unterteil eines neuen Masts entsteht. Die Stahlteile der vier Füße werden später ebenfalls im Beton verschwinden, die Verschalungen hierfür liegen schon bereit.

Auf 41 Baustellen, im wahrsten Sinne des Wortes aufgereiht wie auf einer Schnur, werden in diesen Wochen immer wieder die selben Arbeiten ausgeführt: Mit vier stabilen Stahltrossen werden die Masten der Hochspannungsleitung abgespannt, dann legt ein Bagger die alten Fundamente frei. 1,60 Meter geht es in die Tiefe, darauf kommen dann 60 Zentimeter Beton. Wo der Boden weich oder morastig ist, geht es tiefer in den Untergrund. Auf der neuen Platte wird der alte Mast mit einem neuen Mastfuß umbaut.

Im Dezember geht es in die Höhe, dann kommt der Zwischenschuss. „So heißt das bei den Fachleuten“, sagt Michela Fiedler, Presseprecherin der Eon Netz GmbH in Nürnberg. Das untere Segment des alten Masts wird abgetrennt. „Da ,bei den Schrauben“, sagt der arbeiter und zeigt in sechs Meter Höhe. Ein Kran zieht den Mast nach oben und zwischen ihm und dem neuem Mastfuß wir ein neues Segment eingefügt. Zwischen zwei und sechs Meter werden die Masten dadurch wachsen.

Noch vor Ende des Jahres sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Durchgeführt werden sie, damit künftig die Leitungen der 45 Kilometer langen 110-Kilovolt-Trasse zwischen den Umspannwerken Stadorf westlich von Uelzen und Bostel überall einen Abstand von mindestens acht Metern zum Boden haben. Im Sommer bei hohen Temperaturen hängen die Seile stärker durch. Da war es in der Vergangenheit knapp. Um entsprechende Vorschriften zu erfüllen wird jetzt aufgestockt.

„Künftig können wir auch mehr Leistung aus Windkraftwerken einspeisen“, sagt Fiedler und nennt damit einen weiteren Grund für die Arbeiten. Mehr Leistung erwärmt die Seile ebenfalls und macht sie damit länger.

Von Joachim Gries