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Eschede Integrationsangebot für Eltern und Kinder: Gruppe "Griffbereit" startet in Eschede
Celler Land Eschede Integrationsangebot für Eltern und Kinder: Gruppe "Griffbereit" startet in Eschede
16:23 02.08.2017
Von Christoph Zimmer
Marita Grigoleit (links) und Ute Gehring sind die Elternbegleiterinnenin der Gruppe „Griffbereit“ in Eschede. Quelle: Christoph Zimmer
Eschede

„Es gibt einen hohen Bedarf“, sagt Kordula Sommer vom Familienbüro aus Eschede. „Gemeinsam mit den Einheimischen wollen wir zeigen, wie das Zusammenleben funktionieren kann.“ Für die Integration sei es schlecht, wenn sich Angebote etwa nur an Flüchtlinge richten und diese keinen Kontakt zu den Bürgern haben. Gefördert wird das Programm vom Familienministerium, dem Jugendmigrationsdienst des Christlichen Jugenddorfwerks Deutschlands (CJD) Celle und dem Landkreis Celle.

Grigoleit und Gehring arbeiten gerne mit Kindern zusammen und sind bereits bei anderen Projekten in Eschede ehrenamtlich tätig, zum Beispiel bei der Leselernhilfe. „Fingerspiele verstehen alle Kinder“, sagen die Elternbegleiterinnen mit Blick auf die Familien mit und ohne Migrationshintergrund und die unterschiedlichen Deutschkenntnisse. „Und die Sprache, die wir vermitteln, ist für kleine Kinder. Wenn wir einfache Begriffe erklären und Lieder singen, profitieren auch die Eltern davon.“

Bei dem europaweiten Programm wird die Integration durch Sprache besonders stark vermittelt. In den Gruppen wird zwar auf Deutsch kommuniziert, die Herkunftssprache der Teilnehmer wird in dem Unterrichtsmaterial aber ausreichend berücksichtigt und einbezogen. In den Gruppen wird gemeinsam gesungen, getanzt, gespielt, gelesen und gebastelt. „Auch die Eltern haben hier die Gelegenheit, sich auszutauschen und Kontakte in der Gemeinde zu knüpfen“, sagen Grigoleit und Gehring.

Die Gruppe in Eschede ist bereits die sechste im Landkreis Celle. Auch in Bergen, Wathlingen, Lachendorf, Winsen und Faßberg finden außerhalb der Schulferien die Treffen in den Krippen oder Kindergärten statt. An den fünf Orten nehmen insgesamt 58 Eltern und 67 Kinder an dem Programm teil. Dabei werden 14 verschiedene Sprachen gesprochen.