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Eschede Keine Ruhe bei Grabstätten-Einweihung in Eschede
Celler Land Eschede Keine Ruhe bei Grabstätten-Einweihung in Eschede
17:57 16.10.2016
Von Christopher Menge
Sie sind von der neuen Ruhegemeinschaft überzeugt: (von links) Jacqueline Aldag-Schmoll, Sabine Lodemann, Horst Schurig, Uwe Stapelmann, Pastor Christof von Butler, Kerstin Winkelmann und Tanja Reuter. Quelle: Christopher Menge
Eschede

Der Escheder Steinmetz Peter Schaper, der auch in den neuen Gemeinderat gewählt worden ist, wollte seinen Unmut über die neu eingerichtete Grabstätte äußern, wurde aber von Pastor Christof von Butler vom Friedhof verwiesen.

"Das ist eine baurechtliche Katastrophe", schimpfte Schaper, der sich gar nicht beruhigen ließ – weder von Cord Schmoll, dessen Gartenbaubetrieb die Grabstätte geschaffen hat und künftig pflegen wird, noch von Horst Schurig aus dem Kirchenvorstand. Mit letzterem kam es sogar zum Streit.

Dabei waren die Besucher eigentlich gekommen, um mehr über die Ruhegemeinschaft zu erfahren. "Hier wurden die Zeichen der Zeit erkannt", sagte der Geschäftsführer der Treuhandstelle für Dauergrabpflege Niedersachsen/Sachsen-Anhalt Uwe Stapelmann, "die Gräber sind immer gepflegt, die Angehörigen müssen sich um nichts kümmern." Von Butler hatte zuvor darauf hingewiesen, dass eine solche Bestattungsform gewünscht werde.

"Das ist die erste Grabstätte in und um Eschede, die so angelegt wurde", sagte Stapelfeld, dessen Stelle 30 solcher Anlagen in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt betreut – unter anderem in Celle. In Eschede ist Platz für 26 Einzel- und 29 Doppelerdgrabstätten sowie für 8 Urnenpartner- und 60 Urneneinzelgräber. "Wir haben während der Gestaltung viele Gespräche geführt und die Wünsche berücksichtigt", sagte Schmoll.