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Eschede Kinder schaffen Kunst von Dauer in Eschede
Celler Land Eschede Kinder schaffen Kunst von Dauer in Eschede
21:06 23.07.2017
Das Eschenwappen, das sieben Ferienpass-Kinder zusammen mit einem Kunstschmied geschaffen haben,ist am Ortsausgang von Eschede in Richtung Scharnhorst zu sehen. Quelle: Marie Schiller
Eschede

Der örtliche Kunstschmied Herbert Kalski hat die Vorlage geschweißt. Die neun Blätter haben die kleinen Künstler zuerst mit Lehm gefüllt, damit die Materialien gut halten. Danach kamen Korken, Muscheln, Tannenzapfen, Borke und andere Materialien hinein. Ganz dicht aneinander wurden die Einzelstücke gelegt, damit das Wappen gut ausgefüllt ist. Mit roten Steinen wurde dann der Hintergrund bedeckt. Große Steine sollen jetzt noch von Profis rund um das Wappen angebracht werden.

„Ich habe das Gefühl, etwas Gutes für Eschede gemacht zu haben“, sagt Emily. Mit ihrer kleinen Schwester hat sie das Naturbild mit gestaltet. Sie haben Hölzer auf die richtige Höhe gesägt und mit Borke ein Blatt geschmückt.

Das Eschenblatt hat für Eschede eine besondere Bedeutung – schließlich ist es der Namensgeber der Ortschaft. Die ersten Siedler hatten sich in Eschede angesiedelt, weil es eine feuchte Gegend war. Auch Eschen brauchen Wasser zum Leben. Die Menschen waren also da, wo auch die Eschen waren: auf feuchtem Land, aber trotzdem nicht direkt am Wasser. Schließlich wollte man nicht von Überschwemmungen überrascht werden. Daraus entstand das Eschenwappen und der Ortsname.

Der Verein Tourismus und Gewerbe hat die Aktion veranstaltet. Die Organisatoren hatten den Kindern echte Eschenblätter mitgebracht, damit sie sich beim Gestalten des Wappens an den Originalen orientieren konnten. In einer Pause durften alle Teilnehmer auch ein eigenes Eschenwappen ausmalen. Die Blätter waren bei den Kindern nicht weiß, wie im Original, sondern kunterbunt.

„Ich bastele und male gern“, sagt Mariella. Die Elfjährige kommt aus Eschede und freut sich schon darauf, dass sie in Zukunft an dem Kunstobjekt aus Naturmaterialien vorbeifahren kann. „Ich bin stolz, dass ich so ein riesiges Wappen mitgestaltet habe“, sagt sie.

Von Marie Schiller