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Eschede Kindergarten ist erster Nutzer im Dorfzentrum Höfer
Celler Land Eschede Kindergarten ist erster Nutzer im Dorfzentrum Höfer
18:55 19.02.2015
Unter der Treppe ist eine Höhle entstanden, hier halten sich die kinder gern auf.  Quelle: Joachim Gries
Höfer

HÖFER. "Es ist schon sehr schön“, sagt Leiterin Renate Stauche über „ihren“ Kindergarten Höfer. Wenn die Restarbeiten abgeschlossen sind, ist nach ihren Worten ein kleines Paradies geschaffen worden. Doch ganz bewusst sei erst der Rückumzug an den alten Ort erfolgt, um dann zu sehen, was zu tun bleibt. Noch sieht die Garderobe ein bisschen provisorisch aus, im Gruppenraum wird in einer Ecke noch ein Podest entstehen.

„Wir suchen noch nach Befestigungsmöglichkeiten an den Wänden, denn wir wollen nicht gleich überall Nägel reinhauen“, sagt Stauche. Nach dem Umbau ist natürlich alles frisch gestrichen. Der Kindergarten ist der erste Nutzer im Dorfzentrum Höfer, zu dem die ehemalige Schule in den vergangenen Monaten umgebaut wurde. Auch in den anderen Räumen stehen noch Restarbeiten an. Kommenden Donnerstag wird im Haus die erste Sitzung des Escheder Gemeinderates stattfinden. Die offizielle Einweihung des Dorfzentrums Höfer ist für das Frühjahr geplant, wenn draußen alles grün ist. Die Umgestaltung des Gartenbereichs gehört zum Projekt dazu.

Maximal 22 Kindern bietet der Kindergarten Platz, nicht den üblichen 25. Geschuldet sei das der Tatsache, dass der Gruppenraum gut 44 Quadratmeter groß ist und jedem Kind zwei Quadratmeter zur Verfügung stehen müssen, sagt Gerd Bakeberg. Obwohl er seit Dezember im Ruhestand ist, begleitet der ehemalige Leiter des Fachbereichs Kinder und Jugend beim DRK-Kreisverband Celle dieses Projekt bis zum Ende. Weil er seit der Planung zum Umbau im Thema steht, hat er seiner Nachfolgerin Ketija Talberga diese Aufgabe abgenommen.

Der Eingang zum Kindergarten ist an der alten Stelle geblieben, im Innern des Gebäudes hat sich ansonsten nahezu alles verändert. Von der Garderobe geht es in den Gruppenraum und in den kleinkindgerechten Sanitärbereich. Gab es früher zwei Gruppenräume, ist davon einer geblieben. Von ihm führt eine Treppe ins Obergeschoss. Unterwegs gibt es ein großes Bullauge, durch das die Kinder gern schauen, unter der Treppe ist eine Höhle entstanden.

Oben gibt es einen Ruheraum, hier kann in Kleingruppen gearbeitet werden, auch können hier die Jüngsten ungestört schlafen. Bis zu drei Kinder unter drei Jahren darf der Kindergarten aufnehmen. Im Obergeschoss gibt es auch eine Küche, die Arbeitsfläche befindet sich in kindgerechter Höhe. Die Fenster sind so weit heruntergezogen, dass auch die Kinder herausschauen können. Über eine stählerne Außentreppe gibt es einen Fluchtweg.

Im Erdgeschoss kann der Kindergarten auch den Turnraum nutzen. Er blieb weitgehend unverändert, erhielt aber einen kleinen Nebenraum, in dem Geräte und Matten verstaut werden können. Und solange die für eine Arztpraxis vorbereiteten Räume, die auch über einen separaten Eingang zu erreichen sind, nicht genutzt werden, können sie von Therapeuten etwa für Ergotherapie verwendet werden. „Das ist ein richtig gutes Angebot, denn nicht alle Mütter in Höfer sind mobil“, sagt Stauche. Die neuen Räume wurden mit dem alten Mobiliar ausgestattet. Nach Bakebergs Angaben hat die Gemeinde im Haushalt 15.000 Euro für Ergänzungen vorgesehen.

Gruppenleiterin Miriam Eggers und ihr Team, bestehend aus Sonja Benke und Martina Weber, sind mit dem neugestalteten Kindergarten sehr zufrieden – wie Stauche, die in Eschede den Kindergarten an der Breite leitet und einen Tag in der Woche in Höfer verbringt. Rückblickend loben Eggers und Bakeberg, dass die gut einjährige Unterbringung des Kindergartens im Sportheim des TuS Höfer hervorragend geklappt hat.

Von Joachim Gries