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Eschede Komische Gnome stehen im Escheder Wald so rum
Celler Land Eschede Komische Gnome stehen im Escheder Wald so rum
18:53 29.05.2015
komische gnome Quelle: Brigitte Müller
Eschede

Am liebsten hocken sie auf Baumstümpfen, viele bevorzugen auch einen exponierten Platz auf Pfählen, dann suchen sie oft die Nähe zur Wanderweg-Ausschilderung. Ihr Aussehen ist vielfältig: mal plump-korpulent und gedrungen, mal filigran-vielschichtig und hochgereckt. Ihrer Umgebung passen sie sich durch Naturtöne an, Erdfarben überwiegen.

Sie beobachten die Spaziergänger ganz gelassen, keine Regung ist ihnen anzumerken, wenn Wanderer im schrillen Outfit vorbeiziehen, Reiter vom hohen Ross zu ihnen herunterblicken. Sie enthalten sich jeder Äußerung, kein Tschilpen, kein Heulen, kein Gebell entweicht ihnen. Sie schweigen wie ein Stein.

Niemand hat je beobachtet, dass sie ihren Posten beziehen. Plötzlich sind sie einfach da - und stehen dann einfach geduldig herum. Es muss aber Geburtshelfer geben. Feinde auch – oder haben sie die Gliedmaßen aus freien Stücken abgestoßen. Der Kopf fehlt – und ruht ein paar Tage später wieder auf den Schultern.

Ihr Alter kann nur grob geschätzt werden, hunderttausende, vielleicht auch Jahrmillionen. Experten vermuten Migrationshintergrund. Während der Eiszeit sollen sie hierher geschlittert sein, hier wurden sie dann sesshaft.

Wozu sind sie gut? Genau erforscht ist das noch nicht. Brigitte Müller aus dem Escheder Ortsteil Marinesiedlung hat ihre Existenz mit der Kamera dokumentiert, so liegen bei einem eventuellen plötzlichen Verschwinden wenigstens Beweise vor. Insider vermuten, die Hauptaufgabe der „Wesen“ bestehe darin, bei den Menschen fragende Blicke, vielleicht auch ein Grinsen auszulösen. Ungeklärt ist zudem noch, ob sie überhaupt einen Namen tragen.

Sie sollen Helfer haben, die durch die Wälder streifen. Gesehen wurden sie noch nie. Aber sie müssen gut zu Fuß sein und ein „Händchen“ haben. Wir halten die Augen offen und werden berichten.

Von Joachim Gries