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Eschede Landfrauen besuchen Fischzuchtbetrieb
Celler Land Eschede Landfrauen besuchen Fischzuchtbetrieb
13:46 11.08.2017
Quelle: Roswitha Felsmann
Eschede

Bereits 1898 wurden die ersten Fischteiche angelegt. Sie entstanden an ehemaligen Rieselfeldern entlang der Aschau, die aus den Quellbächen Drelle und Daller Bach gebildet wird. Seit 1906 Ist der Betrieb im Besitz der Familie Heese, die ursprünglich aus der Lausitz stammte. Es werden hauptsächlich Karpfen, Schleie und Goldorfen gezüchtet. Es dauert drei Jahre, bis Schleie und Karpfen zu Fischen von 1,5 bis 2 kg herangewachsen und für den Verkauf als Speisefische geeignet sind. Jährlich muss man mit einem Wegfraß von 5 bis 8 t Fisch rechnen, z. B. durch Kormorane und Fischotter. Seit 2003 gehört das gesamte Gelände mit 86 ha Wasserfläche zum EU-Vogelschutzgebiet.

Vor etwa 40 Jahren hat man mit der Fischveredlung begonnen. Die Forellen und Aale werden lebend angeliefert und in klarem Brunnenwasser bis zur Weiterverarbeitung gehältert. Nachdem sich die Landfrauen mit hübschen Kunststoffüberziehern für die Schuhe und Häubchen für den Kopf ausgerüstet hatten ( sehr kleidsam, s. Foto!), konnten wir mit Torben Heese das neue Schlachthaus mit Räucherei besichtigen. Geräuchert wird mit Erlenholz, weil es rund um die Teiche problemlos wächst. Es wird zwischen heiß- und kalträuchern unterschieden. Beim Heißräuchern wird der Fisch gegart, während beim Kalträuchern bei höchstens 30 ° der Fisch roh bleibt und nur einen zarten Rauchgeschmack bekommt.

Die Unterschiede konnten wir anschließend bei den leckeren Fischbrötchen gleich vor Ort testen. Es lohnt sich in jedem Fall, einmal im Hofladen vorbeizuschauen, der täglich bis 18 Uhr geöffnet ist und seine Produktpalette sehr erweitert hat.

In diesem Jahr wird der Betrieb 111 Jahre alt und aus diesem Anlass gibt es im September ein Hoffest, auf das man schon gespannt sein kann!

Von Roswitha Felsmann