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Eschede Mit Musik: Andere Form der Demonstration in Eschede
Celler Land Eschede Mit Musik: Andere Form der Demonstration in Eschede
17:29 20.08.2017
Von Christopher Menge
Das Konzert von Ute und Andreas Zöllner kam bei den Zuhörern sehr gut an. Die beiden Musiker sangen in verschiedenen Sprachen. Quelle: David Borghoff
Eschede

Anders als vor acht Jahren, als hunderte Escheder in die Glockenkolkhalle strömten, um gegen Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit aufzumucken, war der Besucherandrang bei der zweiten Auflage allerdings überschaubar. Über den Abend verteilt kamen etwa 150 Besucher in die Halle.

"Wir wünschen uns, weitere Aktive zu finden", sagte Raili Preuß-Haverinen vom Arbeitskreis. "Zudem hoffen wir, dass noch mehr Leute, die unsere Ansichten teilen, zu unseren Demonstrationen kommen." Hintergrund sind die Nazitreffen, die seit 25 Jahren regelmäßig auf dem Hof Nahtz in Eschede veranstaltet werden. Der Arbeitskreis hofft bei der nächsten Demonstration anlässlich des "Erntefestes" am Samstag, 23. September, 14 bis 17 Uhr, auf viele Teilnehmer.

In der Glockenkolkhalle machten sich die Besucher aber erst einmal ein Bild davon, wie international Eschede und die Region sind. Viele Flüchtlinge waren in die Halle gekommen, auf einer Leinwand lief eine Präsentation über die verschiedenen Integrationsprojekte in Eschede. "Den Besuchern soll die Möglichkeit geboten werden, die Scheu vor anderen Kulturen zu verlieren", sagte Preuß-Haverinen.

Organisatorin Britta Köhn hatte kurzerhand auch noch drei afrikanische Trommler aus Hankensbüttel gewinnen können, die spontan gemeinsam mit der Gruppe Timbuktu aus Hermannsburg spielten und für Stimmung in der Halle sorgten. Besonders gut kamen bei den Zuhörern außerdem Ute und Andreas Zöllner an, die ihre Liedern in mehreren Sprachen sangen.