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Eschede Namenswand der Gedenkstätte Eschede wird erneuert
Celler Land Eschede Namenswand der Gedenkstätte Eschede wird erneuert
17:15 01.06.2012
Die Namenswand der Gedenkst‰tte Eschede aus belgischen Granit wird im Sommer erneuert. Quelle: Peter M¸ller
Eschede

Am morgigen Sonntag gedenken Angehörige und Überlebende am Mahnmal der 101 Toten, die die Katastrophe vor 14 Jahren gefordert hatte.

Nach Angaben von Reinhard Toboll vom Amt für Bildung, Sport und Zentrale Dienste beim Landkreis Celle hatte sich die Selbsthilfe Eschede, die die Interessen der Hinterbliebenen vertritt, an den damaligen Bundespräsidenten Christian Wulff gewandt und auf den schlechten Zustand der Namenswand hingewiesen. Wulff hatte den Vorstoß an den Konzernvorstand der Deutschen Bahn weitergeleitet.

Etwa zum Jahreswechsel kam es nach Tobolls Worten zum Kontakt zwischen Bahn und Landkreis. Der Landkreis ist Eigentümer der Fläche und pflegt die Gedenkstätte in Abstimmung mit der Samtgemeinde Eschede. Die Abmachung mit der Bahn sieht vor, dass die Namenswand aus belgischem Granit abgetragen und in gleichen Ausmaßen durch echten Granit ersetzt werden soll. In Kürze werde die Bahn die Ausschreibung vornehmen, so Toboll.

Bei belgischem Granit handelt es sich um ein Kalkgestein, das sich unter Witterungseinflüssen zersetzt. Die Angehörigen hatten bemängelt, dass sich Risse inzwischen durch die Namen ziehen. Bereits vor sechs Jahren war die Gedenkstätte saniert worden, Steine wurden ausgetauscht, die Schrift nachgearbeitet und Fugen versiegelt.

Die Kosten der Sanierung trägt die Bahn. Der Teil der Gedenkstätte oberhalb des Kirschgartens bleibt von der Erneuerung unberührt.

Von Joachim Gries