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Eschede Neue Obstbäume bei Endeholz ernähren Mensch und Tier
Celler Land Eschede Neue Obstbäume bei Endeholz ernähren Mensch und Tier
17:20 29.12.2016
Endeholz

Die jungen Obstbäume sind eine sogenannte Ausgleichsmaßnahme: Wo bei Bauarbeiten ein Eingriff in die Natur erfolgt, muss mit Neuanpflanzungen kompensiert werden. Das ist oft nicht direkt nebenan, eine Aufwertung der Landschaft kann mitunter auch kilometerweit entfernt erfolgen. Wie in diesem Fall. 26 Bäume sind der Ersatz für die Bäume und Sträucher, die der Radwegtrasse zwischen der Marinesiedlung und Starkshorn weichen mussten. Dort haben bereits die Fällarbeiten stattgefunden, der Radweg soll im kommenden Jahr gebaut werden. Von Starkshorn kann über den Bätzloh die K21 und damit das Radwegenetz im Hermannsburger Raum erreicht werden.

Sind die Obstbäume groß und tragen sie Früchte, darf im Grunde jeder ernten. Wie auch bei allen andern Obstbäumen, die in den vergangenen Jahrzehnten im Celler Land entlang von Straßen und Wirtschaftswegen gepflanzt wurden. Doch die Versorgung der Bevölkerung mit vitaminreichem und geschmackvollem Obst steht nicht im Vordergrund. Vielmehr geht es neben dem Erhalt eines artenreichen Obstbaumbestandes um eine Biotopvernetzung. Während der Blüte bieten die Bäume Pollen und werden von Insekten bestäubt. Was später an Früchten heranreift und nicht von Menschen geerntet wird, das fällt den tierischen Bewohnern von Feldrain, Acker und Wald zu. Niederwild, Vögel, Igel und die Bodenbewohner finden so Nahrung.

Aufgestellt wurden auch neue Sitzstangen für Greifvögel, die von hoher Warte aus besser jagen können.

Von Joachim Gries