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Eschede Neue Pixi-Ausstellung in Eschede
Celler Land Eschede Neue Pixi-Ausstellung in Eschede
18:47 19.10.2017
Von Audrey-Lynn Struck
Hildegard Markmann legte ein letztes Mal bei den Vorbereitungen für die Pixi-Buch-Ausstellung selbst Hand an. Quelle: Oliver Knoblich
Eschede

Fein säuberlich aufgereiht liegen unzählige Pixi-Bücher in den Vitrinen und Regalen von Markmanns Spielzeugstuben in Eschede. Die bunten Titelbilder zeigen vor allem Tiere und Alltagsszenen – meist gezeichnet, mal fotografiert. Alles ist vorbereitet für die Eröffnung der Sonderausstellung am Samstag.

Der Escheder Achim Schecker stellt einen Teil seiner umfassenden Sammlung aus. Rund 1750 Pixi-Bücher aus allen Jahrzehnten hat er über die Jahre gesammelt. Nun präsentiert er seinen Schatz zum ersten Mal der Öffentlichkeit. „Ich habe schon immer gesagt: Wenn Markmanns etwas mit Kindergeschichten machen, bin ich dabei“, erzählt Schecker.

Um die 350 Pixi-Bücher seiner Sammlung stellt er ab morgen drei Monate in Eschede aus. Darunter auch sein ältestes Heft, das er schon 1967 im Alter von drei Jahren bekam. Das erste Pixie-Buch mit dem Titel „Miezekatzen“ erschien 1954. Das Exemplar darf bei der Sonderausstellung nicht fehlen. Zur besseren Orientierung weisen kleine Info-Tafeln auf die jeweilige Serie und das Erscheinungsjahr hin. Das erleichtert Besuchern das Schwelgen in Erinnerungen.

„Das erinnert mich an meine Kindheit“, sagt Schecker. In den 60er- und 70er Jahren hatte er damals aus reinem Interesse begonnen, suchte auch auf Flohmärkten nach den Pixi-Bücher und hatte schnell um die 200 Exemplare zusammen. Mit der Zeit entwickelte sich das anfängliche Hobby zur Sammelleidenschaft. „Bei den Büchern interessieren mich vor allem die Illustrationen“, so der 53-jährige Schecker.

Auch wenn heutzutage eine neue Serie – jede hat acht Hefte – heraus kommt, kaufe er meist zwei bis drei Stück. Über die Jahre habe sich das Buch sehr verändert. „Die Bilder sind moderner und die Themen ganz andere.“ Die Tiergeschichten haben mittlerweile Sachbücher und Geschichten von Fernseh-Serien wie „Laura Stern“ und „Mia and me“ abgelöst. Um so schöner findet es Schecker, wenn alte Kinderbuch-Klassiker mit Pixi ein Comeback bekommen.

Auch Hildegard Markmann, Besitzerin der Spielzeugstuben, verbindet mit den Pixi-Büchern schöne Erlebnisse. Wie in vielen Familien waren die kleinen quadratischen Bücher auch bei ihr und ihren beiden Töchtern beliebter Lesestoff. „In den 1970er Jahren haben die Bücher nur 50 Pfennig gekostet“, erinnert sich Markmann. „Die konnte man gut mitbringen.“ Auch ihre Töchter hätten die Pixi-Bücher gerne gesammelt.

Die Sonderausstellung zeigt gleichzeitig Tierillustrationen von Karin Schecker, der Schwester des Pixi-Buch-Sammlers. Die Ausstellung soll Abwechslung in die Räume an der Bahnhofstraße bringen. „Wir wollen die Spielzeugstuben interessant machen“, sagt Markmann. Und ein wenig Nostalgie gehört stets dazu.