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Eschede Neues Feuerwehrhaus in Eschede für 1,4 Millionen Euro
Celler Land Eschede Neues Feuerwehrhaus in Eschede für 1,4 Millionen Euro
10:41 02.12.2016
So sieht die Planung für das neue Feuerwehrgerätehaus in Eschede momentan aus. Es kann aber noch Änderungen geben.  Quelle: Joachim Gries
Eschede

Obwohl es schon eine große Zahl ist, sei sie mit Vorsicht zu genießen, sagte Architekt Eggert Sass. „Wir haben im Moment eine recht dynamische Kostenentwicklung“, sagte er. Im Klartext: Es könnte auch teurer werden.

Bürgermeister Günter Berg hatte zuvor daran erinnert, dass vor knapp einem Jahr der Beschluss gefasst worden sei, am alten Standort auf dem Jahnplatz das neue Feuerwehrgerätehaus zu bauen. Vorausgegangen sei die Suche nach einem alternativen Standort. Mitte des Jahres sei vom Landkreis der Bebauungsplan genehmigt worden.

„Mehr als doppelt so groß wie das alte Gebäude“, mit diesen Worten umriss Sass zu Beginn seiner Präsentation die Dimension des Neubaus. Nach derzeitigem Planungsstand ist das Gebäude rund 50 Meter breit und 14 Meter tief. Erweiterungen sind an den beiden Enden des Gebäudes möglich. Allein die Fahrzeughalle am südlichen Ende mit sechs Fahrzeug-Stellplätzen hat eine Fläche von 350 Quadratmetern. Außerdem sind in dem Gebäude Umkleide- und Sanitärräume, Dekontaminationsraum mit Stiefelwäsche, Werkstatt, Büro und Lagerraum untergebracht. Ein „Querriegel“ in der Mitte des langen Gebäudes ist zweistöckig ausgelegt, im Obergeschoss soll die Gebäudetechnik ihren Platz finden. Hier besteht die Möglichkeit, später einen 50 bis 60 Quadratmeter großen Raum unterzubringen, bei Fundament und Statik wird das berücksichtigt.

Ob diese Erweiterung jetzt schon notwendig ist, das wurde anschließend diskutiert. Die Option zur Erweiterung sei gut, aber im Moment bestehe kein Bedarf, stellte Berg mit Blick auf die vorhandenen Räume klar. Ähnlich sah es Michael Cruse: „Es muss genau definiert werden, was nicht in das Gebäude muss, um die Kosten zu deckeln.“ Wie es in 20 Jahren aussehe, wisse man nicht, aber schon jetzt ein paar hunderttausend Euro in den Neubau zu stecken, sei falsch.

BÜFE habe im Verwaltungsausschuss den Antrag eingebracht, noch einmal grundsätzlich über die Planung und auch über den Standort zu sprechen“, sagte Jens Buchholz. „Wir werden das über die Neuverschuldung finanzieren müssen und werden das dem Bürger erklären müssen“, sagte Buchholz. Geprüft werden müsse, ob eine Finanzierung des Neubaus über Städtebauförderung oder Dorferneuerung möglich sei und ob der Bau am Glockenkolk entstehen könnte. Berg sagte zu, dass zur Förderung in Kürze ein Experte des Amtes für Dorfentwicklung Auskunft geben werde.

In weiteren Gesprächen mit Vertretern der Feuerwehr sowie der Feuerwehrunfallkasse will Sass mit seinem Kollegen Steffen Muth jetzt die Planung verfeinern. Dabei geht es vor allem um die Aufteilung der Innenräume.

Von Joachim Gries