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Eschede Neun Ortschaften arbeiten an Entwicklungsplan der Aschau-Niederung
Celler Land Eschede Neun Ortschaften arbeiten an Entwicklungsplan der Aschau-Niederung
19:24 04.12.2017
Von Audrey-Lynn Struck
Quelle: Oliver Knoblich
Habighorst

Seit Juli 2016 sind die Ortschaften Eschede, Lachendorf, Habighorst, Habighorster Höhe, Höfer, Beedenbostel, Gockenholz, Jarnsen und Bunkenburg unter dem Titel "Dorfregion Aschau-Niederung" Teil des niedersächsischen Dorfentwicklungsprogrammes. Das Land investiert hierbei insbesondere in den ländlichen Raum, fördert dessen nachhaltige Entwicklung und investiert auch in die historische Bausubstanz der ortsansässigen Gebäude. "Das Ziel ist es, die Ortschaften zukunftsfähiger zu machen. Die Fördermittel sollen das soziale Miteinander sowie die Orte als Wohn- und Arbeitsstandort perspektivischer machen", sagte Siegfried Dierken, Dezernatsteilleiter im Amt für regionale Landesentwicklung (ArL).

Zusätzlich zu den bereits eingereichten Förder-Anträgen wurden in den letzten eineinhalb Jahren mithilfe einzelner Arbeitsgruppen sowie dem Planungsbüro Infraplan 40 weitere öffentliche Vorhaben zusammengestellt. Sie sind das Ergebnis einer vorherigen Bestands- und Stärken-Schwächen-Analyse. "Es ist eigentlich für so einen ländlichen Raum erstaunlich, dass es in den vergangenen zehn Jahren kaum Bevölkerungsabnahme gab", befand Simone Strohmeier, Geschäftsführerin von Infraplan. Auch viele andere Voraussetzungen wie eine gewisse Infrastruktur, ein aktives Vereinsleben, wenig Leerstand und eine attraktive Landschaft seien gegeben. "Was fehlt ist die Aufenthaltsqualität. Zum Teil sind einige Flächen nicht nutzbar", so Strohmeier.

Mit neuen Ideen in der Dorfregion – die sich nach dem Leitbild "Natürlich – stadtnah – Leben" richten – wie mehr Ortsbegrünung, einen Ausbau der Aschau-Wanderwege sowie einer Gestaltung von Ortsdurchfahrten soll Abhilfe geschaffen werden. Zur besseren Planung wurden die Vorhaben nach Prioritäten unterteilt. Für alle zwanzig Maßnahmen der Prioritäten eins und zwei wurden Kosten in Höhe von gut neun Millionen Euro veranschlagt. Weitere Förderungen sowie die Umsetzung der genehmigten Anträge sind momentan bis 2023 geplant.

Doch nicht nur die Dorfregion kann auf eine finanzielle Förderung des Landes zählen. Auch Privatpersonen aus den Ortschaften können in den Genuss der Dorferneuerung kommen und beispielsweise ihr Hausdach oder die Fensterläden erneuern. Auch Umnutzungen von Stallgebäuden zu Wohnraum unterstützt das Land finanziell.

Bis Januar kann der Dorfentwicklungsplan sowohl im Escheder und Lachendorfer Rathaus, als auch auf der Internetseite von Gemeinde und Samtgemeinde eingesehen werden. Zusätzlich werden Fragen für private Antragsteller beantwortet und die Bürger können zu dem Plan Rückmeldungen geben. "Das Projekt ist sehr wichtig, um die Attraktivität der Ortschaften zu steigern", so Eschedes Bürgermeister Günter Berg.