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Eschede Nina Kruse will Jugendtreff wieder zu Anlaufstelle machen
Celler Land Eschede Nina Kruse will Jugendtreff wieder zu Anlaufstelle machen
19:26 24.06.2011
Nina Kruse ist neue Jugendpflegerin in Eschede. Quelle: Joachim Gries
Eschede

Bei 15 bis 20 Jugendlichen im Alter von 12 bis 19 Jahren liegt inzwischen der durchschnittliche Tagesbesuch, das Angebot, das vorher quasi brach lag, muss sich erst wieder etablieren.

Und da sieht Kruse gute Ansätze. Die Jugendliche konnten mitbestimmen, welche Sofas gekauft werden und halfen auch beim Zusammenbau der Möbel. Ihr Anliegen ist es, einen Platz zu schaffen, den die Besucher mögen, der gemütlich ist, wo sie sich treffen und quatschen können. „Was man selber gemacht hat, das schützt man auch“, lautet ihre Überzeugung. Gut funktioniert habe das schon beim Gartenprojekt, beim dem ein Stück Zaun ersetzt wurde. Als nächstes soll ein permanenter Grillplatz am Haus entstehen.

Eschede ist für Kruse kein neues Pflaster. Vor 13 Jahren zog sie in den Ort, vier Jahre lang, bis zur Übernahme des Jugendtreffs war sie Leiterin der sozialen Jugendarbeit des Kinder- und Jugendhilfe-Netzwerks Eschede, das im gleichen Haus in der Rebberlaher Straße untergebracht ist. Dort ist für sie eine Nachfolgerin gefunden worden. Kruse setzt auf die enge Zusammenarbeit beider Einrichtungen, zumal das Netzwerk seit Anfang April auch Träger des Jugendtreffs ist. Das Haus soll sich als langfristige Anlaufstelle für Jugendliche entwickelt.

Noch machen sich die Mädchen rar, sie stellen etwa ein Drittel der Besucher. Auch die Älteren stellen sich schon am Nachmittag einstellen. Der Bedarf für den Treff ist also da. Ein konkretes Angebot wird sie entwickeln, wenn die Jugendlichen formulieren, was sie wollen. „Je heimischer man sich fühlt, desto mehr Ansprüche hat man auch. Und dann legen wir los“, sagt die Erzieherin.

Momentan ist der Jugendtreff montags bis donnerstags von 15 bis 19.30 Uhr, freitags von 13.30 bis 21 Uhr und jeden zweiten Sonnabend von 14 bis 21 Uhr geöffnet. „Bedarf wäre jeden Tag bis 24 Uhr“, hat Kruse längst festgestellt. Sie weiß, dass Jugendhilfe die Familie nicht ersetzen, sondern nur ergänzen kann. (jg).

Von Joachim Gries