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Eschede Protestzug spart die Marinesiedlung aus
Celler Land Eschede Protestzug spart die Marinesiedlung aus
18:02 16.06.2011
Eschede

Auswirkungen auf den Straßenverkehr werden die für morgen und kommenden Sonnabend geplanten Proteste gegen Neonazis in Eschede haben. Die verkehrsbehördliche Anordnung des Landkreises sieht für morgen eine Sperrung der L 281 zwischen Eschede und Oldendorf zwischen 13 und 18 Uhr vor. Wann genau gesperrt werde, entscheide die Polizei vor Ort, sagte Bernd Janz vom Straßenverkehrsamt. Der Protestzug morgen wird vermutlich aber nicht zur Marinesiedlung führen, damit würde die Sperrung entfallen.

Treffpunkt für die Demonstration morgen ist 14 Uhr am Escheder Bahnhof. Von hier geht es nach der Auftaktveranstaltung zu einer Zwischenkundgebung im Bereich Rathaus oder Hauptkreuzung. Und dann vermutlich zurück zum Bahnhof, auf den ursprünglich geplanten Protestzug auf der L 281 zur Marinesiedlung soll nach Angaben von Sebastian Baumeister vom Escheder Arbeitskreis für Demokratie und Menschenrechte verzichtet werden, wenn es keine Nazi-Treffen auf Hof Nahtz gibt.

Zu den Protesten an beiden Sonnabenden ruft der Escheder Arbeitskreis zusammen mit einem breiten Bündnis aus SPD und Grünen, DGB und Evangelischer Jugend, Kirchengemeinden und Antifaschistischer Aktion Uelzen/Lüneburg auf. „Die Kundgebung kann wie angezeigt stattfinden“, sagte gestern Kreisdezernent Michael Cordioli. Der Beschränkungsbescheid regle Dinge wie Transparentgröße oder Lautsprecheranlage. Gestern Mittag fand beim Kreis Celle ein Kooperationsgespräch für die Demo am 25. Juni statt. Dann soll nach CZ-Informationen bei Landwirt Joachim Nahtz eine Sonnwendfeier von Neonazis geplant sein.

Von Joachim Gries