Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Eschede Seifenblasen und grüne Smoothies in Eschede
Celler Land Eschede Seifenblasen und grüne Smoothies in Eschede
17:51 06.07.2014
Von Jürgen Poestges
Der Fußball war natürlich auch bei der Eschenschau nicht ganz wegzudenken. - Beim Torwandschießen konnte man Punkte sammeln und Preise sammeln. Quelle: Benjamin Westhoff
Eschede

Stephanie Bölke strahlte mit der Sonne um die Wette, während im Hintergrund vor der Bühne eine Bauchtanzgruppe ihr Können zeigte. „Nichts, aber auch gar nichts gibt es zu meckern“, freute sich die Vorsitzende des Vereins Gewerbe und Tourismus Eschede zu Beginn der Eschenschau. Rund 70 Aussteller säumten die Wege des Ausstellungsgeländes. An der Mühle wehten den Besuchern kleine und große Seifenblasen entgegen, daneben verkaufte die Interessengemeinschaft „WeiberWirtschaft“ Eis und „grüne Smoothies“. „Wir versuchen immer, ein klein wenig etwas besonderes zu bieten“, erklärt Hilke Kruse. Die Bio-Bäuerin ist eine von derzeit 15 Frauen, die in der „WeiberWirtschaft“ organisiert sind. Ob der Name nicht ein wenig provozierend ist? „Ach, das halten wir aus, haben wir entschieden“, sagt Huber.

Nina Schmidt hat andere Interessen. Sie ist die Vorsitzende des Schulvereins Eschede. „Wir laufen für mehr Bewegung für Schüler“ steht auf einem Transparent, das über einem Tisch hängt. „Das ist ein Hinweis auf unseren Sponsorenlauf, den es seit ein paar Jahren gibt. Da laufen die Kinder eine bestimmte Strecke, und pro Kilometer zahlen Eltern, Oma, Opa oder ein anderer Angehöriger einen bestimmten Betrag“, erklärt Schmidt. Beim letzten Mal im Mai kamen 973 Euro zusammen. „Dafür bauen wir einen neuen Kletterturm, der alte war total marode“, so die Schulvereins-Chefin.

Vor dem Stand des Ortsvereins Eschede des Deutschen Roten Kreuzes liegt ein „Mann ohne Unterleib“. Diese Puppe kennt jeder, der schon einmal für den Führerschein einen Erste-Hilfe-Kursus machen musste. An ihr übt man Wiederbelebungsmaßnahmen. „Es trauen sich aber nicht sehr viele Leute, das hier mal auszuprobieren“, erzählt der Ortsgruppen-Vorsitzende Norbert Schimanski lachend. Und Bereitschaftsleiter Peter Goehrke ergänzt: „Wenn es aber mal einer versucht, haben wir gleich eine ganze Menschentraube vor dem Zelt.“

Stephanie Bölke zeigt unterdessen auf die Bauchtanz-Gruppe. „Sie kommen aus Hannover, aber eine Bekannte von mir, die hier in Eschede arbeitet, hat angefragt, ob sie nicht auftreten könnten“, erzählt sie. „Das ist genau das, was die Organisation der Eschenschau ausmacht“, sagt sie. „Es kennt immer wieder jemand jemanden, der jemanden kennt, der irgendetwas organisieren kann.“ So ist der Moderator auf der Bühne ein Kollege von ihr aus dem Rathaus.

Landrat Klaus Wiswe war einmal mehr beeindruckt von den Angeboten. „Es ist für mich immer wieder eine gute Erfahrung, wenn ich sehe, welch große Vielfalt auch in relativ kleinen Gemeinden geboten wird. Das wissen ja sicher die meisten Menschen, die hier wohnen, noch nicht einmal“, erklärte er nach dem Rundgang über die Schau zur Eröffnung.

Und es gab wirklich nicht viel, was es nicht gab. Ob Goldschmied, Autohaus, Gärtnerei, Angelklub, Siedlergemeinschaft, Caritas oder Sportverein – es wurde für jeden etwas geboten.

Auch von dem kurzen aber heftigen Regenguss am Sonnabend ließen sich die Besucher nicht abschrecken. „Wir haben noch lange gefeiert“, freute sich Bölke. Gestern war das Gelände dann „rappelvoll“, wie die Organisatorin mitteilte. „Es wird bestimmt eine Wiederholung geben.“