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Eschede Senioren-WG soll jetzt in Eschede an den Start gehen
Celler Land Eschede Senioren-WG soll jetzt in Eschede an den Start gehen
16:45 14.10.2016
Eschede

Und die zog sich „wie ein Gummiband“, sagt Heinemann, der als Geschäftsführer des Pflegedienstes Heinemann Initiator für die Wohngemeinschaft war. Der Architekt, mit dem vor einem Jahr die Begehung der Immobilie zusammen mit Behördenvertretern stattgefunden hatte und der die Änderung beantragen sollte, habe ihn und die Besitzer der Immobilie, Sabine Stiller und ihre Mutter Sigrid Guers, wochenlang vertröstet und immer wieder hingehalten. Als die Anträge endlich vorlagen, seien sie umgehend unterzeichnet und über das Escheder Bauamt dem Landkreis zugeleitet worden. Nach zwei Nachfragen habe Mitte des Jahres dann die Genehmigung vorgelegen.

„Wegen der langen Zeit sind mir die ersten Bewohner abspenstig geworden“, sagt Heinemann. Sie hätten sich nach einer anderen Einrichtungen umgesehen. Zudem habe er sich von seiner bisherigen Pflegeleitung trennen müssen. Doch mit der neuen Pflegedienstleiterin Ingrid Uhe und einer Umstellung im zwölfköpfigen Team der Pflegekräfte könne jetzt durchgestartet werden.

Wenn die ersten drei oder vier Bewohner gefunden sind, wird alles gereinigt, aufgeräumt und dekoriert. „Dann wird für die Hauswirtschaft eingekauft und los geht es“, sagt Heinemann. Das Personal stehe in den Startlöchern. Wer einzieht, kann seine eigenen Möbel mitbringen und so eine vertraute Umgebung schaffen. „Wer nichts hat, dem stellen wir die Einrichtung.“ Die gemeinsam genutzten Räume sind voll ausgestattet. Laut Heinemann sind von den Besitzern für den Neustart über 30.000 Euro in das Haus investiert worden und auch für die nächsten Jahre seien Investitionen geplant. „Wir haben hier einen hohen Standard“, sagt er mit Verweis auf die Brandmeldeanlage, Fluchtpläne oder Fluchtwegbeleuchtung.

Jeder Bewohner schließt mit den Besitzern einen Mietvertrag und muss anteilig für die Nebenkosten aufkommen. Eine Koordinatorin oder Hausdame ist Ansprechpartnerin für Bewohner, Angehörige und Pflegedienste. Welche Mahlzeiten auf den Tisch kommen, wer im Haus oder im Garten helfen will, das bestimmen die Bewohner selbst. „Es soll eine WG entstehen, die hier ihren Lebensabend verbringt.“ Das Haus bietet Platz für zwei Gruppen mit je bis zu zwölf Personen.

Denkbar ist für Heinemann, dass auch Flüchtlinge integriert werden. Sie könnten in der Küche oder als Hausmeister helfen.

Von Joachim Gries