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Eschede Sicherheit für die Kleinen
Celler Land Eschede Sicherheit für die Kleinen
17:03 04.02.2014
Eschede

Morgens und mittags ist in der Straße An der Breite in Eschede reger Verkehr: Am Ende der schmalen Straße liegt der Kindergarten. Auch wenn in der Eschenhalle Sportveranstaltungen stattfinden, fahren Autos auf der ausgewiesenen Spielstraße nicht eben im Schritttempo. Entschärft werden soll die Situation auf der Straße gleich neben Schule und Mensa, wenn das Projekt "Mehrgenerationenpark" umgesetzt wird. Angedacht ist es im Rahmen der Städtebauförderung, aufgenommen ist es im Ziel- und Handlungskonzept, das der Arbeitskreis Städtebauförderung in Eschede in der vergangenen Woche abschließend beraten hat.

Umgestaltet werden soll der Bereich hinter der Obdachlosenunterkunft. Hier soll nach den Plänen von der Rebberlaher Straße aus der neue Zugang zum Kindergarten entstehen, derzeit gibt es dort nur eine Feuerwehrzufahrt. Durch Ankauf eines Teils des Nachbargrundstücks, durch Abbau der Fertiggaragen auf dem Hinterhof und durch Abriss des Hinterhauses soll ein geräumiges Areal geschaffen werden, das bis an die Flohrmühle reicht.

"Wir wollen die ganze Geschichte verkehrsmäßig verbessern und die Attraktivität steigern", sagt Eschedes Bürgermeister Günter Berg. Eine Planung gibt es noch nicht, erste Ideen sehen aber vor, dass Eltern Kurzzeitparkplätze vorfinden, wenn sie ihre Kinder in den Kindergarten bringen. Auch sollen hier Parkplätze für den Sportbetrieb entstehen. Gefunden werden muss dazu eine geeignete Verkehrsführung. "Wir wollen auf keinen Fall neue Verkehrsströme da reinholen", sagt Berg. Alle Nutzer sollen gleichberechtigt maximal im Schritttempo in dem Bereich unterwegs sein.

Genügend Platz ist nach den Worten des Verwaltungschefs auf dem Gelände auch für die Skateranlage, die seit der Verbannung vom Schulhof hinter der Obdachlosenunterkunft ein Schattendasein führt. Erste Planungsskizzen könnten im Rathaus entstehen, die Feinheiten müssten dann Experten erarbeiten.

Für die Planung hatten die alten politischen Gremien 7500 Euro zur Verfügung gestellt. Nach der politischen Neuordnung war die Städtebauförderung gestern auch Thema im Ausschuss für Bauen, Umwelt und Sport. Das vom Arbeitskreis Dorferneuerung erarbeitete Konzept muss auch von den Ortsräten behandelt werden, da die Städtebauförderung flächendeckend in der Gemeinde umgesetzt werden soll. Beschlossen wird es dann im Verwaltungsausschuss.

Der daraus entwickelte Maßnahmenkatalog ist eine Art Wunschkonzert. "Es heißt nicht, dass alles gemacht wird", sagt Berg. Der Mehrgenerationenpark habe aber hohe Priorität. Verwirklicht würde er im Jahr 2015.

Wie danach der Verkehr auf der Straße An der Breite fließen soll, muss nach den Worten von Verwaltungschef Berg mit den Anliegern besprochen werden.

Von Joachim Gries