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Eschede Sozialstation in Eschede speckt ab
Celler Land Eschede Sozialstation in Eschede speckt ab
17:20 04.12.2013
Im kommenden Frühjahr gibt die Sozial- und Diakoniestation Eschede-Lachendorf die Räume in der Escheder Bahnhofstraße auf. Quelle: Joachim Gries
Eschede

„Wir ziehen uns nicht aus Eschede zurück“, versichert Jörg Warncke, Geschäftsführer der Sozial- und Diakoniestation Eschede-Lachendorf. Fakt ist aber, dass die Sozialstation ihr Domizil in der Escheder Bahnhofstraße im kommenden Jahr aufgeben wird. Als Ersatz wird zum 1. April 2014 im Ort ein zentral gelegener Büroraum gesucht. Erste Angebote liegen laut Warncke bereits vor.

Die Sozial- und Diakoniestation hatte die Räume im Erdgeschoss der ehemaligen Escheder Post 2009 für fünf Jahre gemietet. Das Schwesternhaus an der Osterstraße hatte sie aufgeben müssen, weil die Kirche die Räume selber benötigte. An der Bahnhofstraße sollte das Angebot ausgeweitet werden, hier sollten von den Mitarbeiterinnen der Sozialstation Tagesgruppen betreut werden.

Doch diese Erwartungen erfüllten sich nicht, denn die Patienten kamen überwiegend aus dem Raum Lachendorf. „Es macht keinen Sinn, die Menschen extra nach Eschede zu fahren und danach wieder zurück nach Lachendorf“, sagt Warncke. Es sei ein Versuch gewesen, der sich nicht bewährt habe. „Wir müssen keine Räume vorhalten, die wir nicht benötigen“, sagt der Geschäftsführer. Deshalb soll ab 1. Mai 2014 nur noch ein Büro in Eschede für die Mitarbeiterinnen vorgehalten werden. Da die Grundsatzentscheidung gefallen ist, wird Warncke entscheiden, wo ein Büro angemietet wird.

In Eschede war das Projekt vor knapp viereinhalb Jahren mit großen Hoffnungen gestartet worden. Die Gemeinde war froh, dass die Räume der ehemaligen Arztpraxis einer neuen Nutzung zugeführt und die Bahnhofstraße damit wiederbelebt wurde. Beim Umbau waren behindertengerechte Toiletten und eine Rampe zum Eingang geschaffen worden. Samtgemeindebürgermeister Günter Berg hatte damals von einer Investition in die Zukunft gesprochen.

Von Joachim Gries