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Eschede Tafel in Eschede startet wieder
Celler Land Eschede Tafel in Eschede startet wieder
17:50 28.06.2012
Eschede

Die Tafel in Eschede wird wiederbelebt. Ab kommenden Dienstag, 3. Juli, werden Menschen aus Eschede und Umgebung, die von der Grundsicherung leben, wieder unterstützt. Die Ausgabe von Obst, Gemüse, Brot, Kosmetikartikeln und mehr findet immer dienstags zwischen 13 und 14 Uhr in den Räumen des Christophorushauses, Osterstraße 3, statt.

Möglich wird die erneute Aufnahme der Versorgung durch eine Kooperation der Hermannsburger Tafel und des Kreisverbandes Celle der Arbeiterwohlfahrt (AWO). Die evangelisch-lutherische Johanniskirchengemeinde Eschede stellt die Räume ihres Gemeindehauses wie bisher kostenlos zur Verfügung. Zwei Frauen aus Bergen, die auch schon in der Vergangenheit bei der Tafel in Eschede halfen, werden ehrenamtlich die Waren einsammeln, sortieren, portionieren und ausgeben.

Die AWO war durch die Berichterstattung in der CZ auf die personellen Probleme der Tafel in Eschede aufmerksam geworden. Manfred May, Vorsitzender des AWO-Kreisverbandes, hatte sich mit Anne Schmidt-Falkenberg von der Hermannsburger Tafel kurzgeschlossen, außerdem Gespräche mit Pastor Christoph von Butler von der Kirchengemeinde und Samtgemeindebürgermeister Günter Berg geführt. Schnell war eine Lösung gefunden.

Eschede wird künftig als Außenstelle der Hermannsburger Tafel geführt. Lebensmittel und andere Waren werden vor Ort eingesammelt. „Wir sind sehr dankbar, dass sich schon viele Geschäfte in Eschede bereit erklärt haben, die Tafel zu unterstützen“, sagt Schmidt-Falkenberg. Die Lidl-Filiale, die Bäckerei Bogner, der Edeka-Neukauf, der Penny-Markt sowie ein Bio-Bauernhof sind dabei. „Das muss sich erst wieder einspielen“, sagt Schmidt-Falkenberg. Sie ist froh, dass es weitergeht und würde sich freuen, wenn sich auch Bürger und weitere Landwirte mit Spenden an der Tafel in Eschede beteiligen würden.

Im Christophorushaus kann die Hermannsburger Tafel die Küche nutzen, hier soll auch Platz für einen Kühl- oder Gefrierschrank sein. Außerdem steht ein Kellerraum zur Verfügung, wo in einem Regal haltbare Waren zwischengelagert werden können.

„Ich bin froh, dass es weitergeht“, sagt Anne Schmidt-Falkenberg. Mitte Mai hatte es in Eschede die letzte Ausgabe gegeben, jetzt muss die Versorgung erst wieder anrollen. Vielleicht könne sie von den Waren, die in dieser Woche im Celler Nordkreis gesammelt werden, etwas für Eschede „abzwacken“. Man wisse nämlich vorher nie, wie groß das Warenaufkommen in den Geschäften ist, die der Tafel zur Verfügung gestellt werden. „Eine Woche haben sie mal mehr, dann haben sie mal wieder weniger“, berichtet sie aus ihrer Erfahrung.

Wie Schmidt-Falkenberg wünscht sich auch Manfred May neue ehrenamtliche Helfer für die Aufgaben der Tafel in Eschede. Die örtliche AWO hat ihre Unterstützung zugesagt. „Wir können fleißige Hände gut gebrauchen, auch um die beiden Frauen aus Bergen mal zu entlasten“, sagt er. Für diesen Zweck ist extra eine Telefonnummer eingerichtet worden: ☏ 0174 5828601.

Von Joachim Gries