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Eschede Tourismus: Eschede setzt aufs Rad
Celler Land Eschede Tourismus: Eschede setzt aufs Rad
16:35 09.11.2010
Eschede

15000 Euro soll die Samtgemeinde Eschede im kommenden Jahr für die Phase der Neuausrichtung im Tourismus zur Verfügung stellen, diese Empfehlung hat der Kultur- und Tourismusausschuss der Samtgemeinde in seiner Sitzung am Montag abgegeben. Damit das Geld tatsächlich zur Verfügung steht, muss de Rat der Samtgemeinde im Rahmen der Haushaltsberatungen noch zustimmen.

5000 Euro sollen für die Vermarktung touristischer Produkte zur Verfügung gestellt werden, 10000 Euro sollen für Dinge ausgegeben werden, über die 2011 noch detailliert beraten werden soll. Dazu werde es eine Abstimmung mit dem Verein Südheide Tourismus und Gewerbe Samtgemeinde Eschede geben, sagte Eschedes Samtgemeindebürgermeister Günter Berg.

Zudem sei an eine Bereisung gedacht, bei der geschaut werde, wo Mängel im Bereich der Radwege abzustellen sein, sagte Berg. Dem Radtourismus will Eschede künftig besonderes Augenmerk widmen. Zusammen mit dem Tourismus-Verein hatte die Samtgemeinde festgestellt, dass der neben dem Naturpark-Informations-Zentrum im Bahnhof, dem Wohnmobilstellplatz, sowie den Reit- und Wandertourismus für Eschede besondere Bedeutung hat. Dafür müssten jedoch Teilstrecken des Wegenetzes qualitativ verbessert und das Beschilderungssystem überarbeitet werden.

Zurückgreifen will Eschede bei seinem Angebot für Radtouristen auf elf Touren, die vor Jahren mit Unterstützung Ehrenamtlicher erarbeitet worden waren. Sie müssten jetzt überarbeitet besser vermarktet werden. Dabei werde sich Eschede auch mit der geplanten Außenstelle der Lüneburger Heide GmbH in Hermannsburg abstimmen, die für die Kooperation mit den Gemeinden zuständig ist.

Als Anlaufstellen für Touristen sollen in Eschede künftig das Reisebüro Horst Nölke in der Celler Straße und das Papierwarengeschäft von Rolf Lüchau in der Bahnhofstraße dienen. Beide wollen dieses Angebot ehrenamtlich erbringen – Lüchau war bereits zu Zeiten des Escheder Fremdenverkehrsvereins jahrelang in dieser Funktion tätig.

Berg wollte nicht ausschließen, dass auf Eschede in der Anfangsphase der touristischen Neuorientierung auch höhere Kosten zukommen. Zuletzt hatte die Samtgemeinde jährlich an die Tourismus-Region Celle 17350 Euro gezahlt. Davon wurde unter anderem das Kundenzentrum der Metronom-Eisenbahngesellschaft bezahlt, das im Bahnhof als Tourist-Info fungierte.

Im Ausschuss sei darüber diskutiert worden, ob sich ein Erfolg des finanziellen Engagements der Kommune im Tourismusbereich messen lasse. Angeregt worden sei eine Umfrage unter Touristen nach ihrem Besuch in Eschede, sagte Berg.

Von Joachim Gries