Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Eschede Vollsperrung: Endstation Endeholz
Celler Land Eschede Vollsperrung: Endstation Endeholz
16:45 10.11.2017
Von Maren Schulze
Endeholz

„Viele werden davon überrascht sein“, meint Marwedes Ortsvorsteher Helfried Brinken. Spätestens aber, wenn alle Anlieger das Schreiben der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Verden aus dem Briefkasten geholt haben, werden sie sich über ihre Wochenendgestaltung Gedanken machen müssen. Langfristiger hat da Klaus Repschläger gedacht, der als Arzt seine Praxis in Marwede betreibt und mit der Verdener Behörde Kontakt aufgenommen hat, unter anderem, weil seine Patienten schon in den vergangenen Wochen verwirrt wurden von „Durchfahrt verboten“-Schildern in Scharnhorst und Eldingen und so den Weg in seine Praxis nicht mehr fanden. „Aber die waren wahnsinnig nett dort und wir haben dann entschieden, am Freitag keine Sprechstunde in unserer Praxis anzubieten.“ Ein Kompromiss, mit dem der Mediziner gut leben kann. „Irgendwann müssen die Arbeiten ja erledigt werden.“

Die Fahrbahnerneuerung quer durch Endeholz ist der zweite Schritt zu einer schöneren Ortsansicht für Endeholz. Die bisher von Schlaglöchern übersäte Buckelpiste dürfte nach dem Wochenende jedenfalls Geschichte sein. Zudem wurde die Ortsmitte mit Bushaltestelle und Spielplatz schon zu großen Teilen neu gestaltet. Das Denkmal für die Gefallenen der Weltkriege soll bis zum Volkstrauertag aus den bisherigen Bestandteilen neu gestaltet werden. „Hier wurden gemeinsam mit dem Ortsvorsteher Ulrich Marwede weitere Endeholzer in die Planungen einbezogen“, sagt Wilfried Nieberg, allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters in Eschede. „Der Stein mit der Namenstafel soll in Zukunft etwas weiter rechts stehen, was mit den Findlingen passiert, ist noch nicht ganz klar“, sagt Ortsvorsteher Ulrich Marwede. Eichen und Säulenhainbuchen sollen noch gepflanzt werden, um das neue Bild abzurunden. Am Spielplatz wird noch eine Hecke gesetzt.

Während also die neue Ortsmitte und die neue Ortsdurchfahrt in greifbare Nähe gerückt sind, stellt die Vollsperrung am Wochenende auch die Endeholzer Anlieger vor besondere Herausforderungen. Die meisten sehen es aber pragmatisch – ob es um die für Freitagabend geplante Geburtstagsfeier im benachbarten Scharnhorst geht oder um den Wochenendausflug – im Kopf haben sich die meisten schon eine ganz eigene „Umleitungsstrecke“ parat gelegt. Um die dann auch nehmen zu können, empfiehlt es sich für Anlieger „benötigte Fahrzeuge außerhalb des Baustellenbereichs zu parken“, wie die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr es formuliert. Also werden einige wohl in den Bereichen der Ortsausgänge in Richtung Kragen und Scharnhorst ihre Autos abstellen. „Es ist nicht Haupterntezeit“, sagt Ulrike Kaiser, die mit ihrer Familie und einem Bauernhof zu den Anliegern der Ortsdurchfahrt gehört. „Von daher passt das ganz gut.“

Für alle, die nicht direkt an der Ortsdurchfahrt wohnen, ist der alte Kirchweg in Richtung Scharnhorst eine Alternative, wenn auch aufgrund des Zustands des Schotterweges nach den Regenfällen der vergangenen Wochen eine schlechte. Da hilft nur langsam fahren. Und eines können sich die Endeholzer und Marweder vor diesem Bau-Wochenende garantiert sparen – die Autowäsche.