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Eschede Was passiert mit den Escheder Schulräumen?
Celler Land Eschede Was passiert mit den Escheder Schulräumen?
18:59 16.06.2016
Eschede

Bereits im Vorfeld hat die Gemeinde die Energieverbräuche der Schulgebäude sowie der kommunalen Gebäude am Glockenkolk unter die Lupe genommen. Ergebnis der Untersuchung war, dass das Altgebäude der Grundschule an der Bahnhofstraße sowie die Escher Musenmöhl am der Rebberlaher Straße erhebliche Heizenergiebedarfe aufweisen. Die Musenmöhl als „Energieschleuder“ soll deshalb zunächst nicht weiter untersucht werden. Das Archiv ist bereits in das lange Schulgebäude umgezogen, auch die Schulbücherei soll in einem Raum im „Langgebäude“ untergebracht werden. Blieben noch der Veranstaltungsraum im Obergeschoss und vor allem die Kreisfahrbücherei, die den größten Teil des ehemaligen Mühlengebäudes nutzt.

Die Verwaltung im Rathaus hat auch schon aufgelistet, welche weiteren Nutzungen im Oberschulgebäude denkbar sind. Das reicht von einem neuen Gemeindesaal sowie Sitzungszimmer für die politischen Gremien über Räume für Jugendpflege und Senioren, den Ganztagsschulbetrieb, die Volkshochschule sowie Vereine und Integrationsarbeit. Auch die Initiative für eine Freie Schule soll Berücksichtigung finden. Damit die vielfältige Nutzung funktionieren kann, soll das Gebäude barrierefrei hergerichtet werden, was den Einbau eines Fahrstuhls bedeutet, und mit einer Sanitäranlage versehen werden.

Für das über 100 Jahre alte Schulgebäude an der Bahnhofstraße sind in den vergangenen Monaten bereits Vorschläge auf den Tisch gekommen. Sie reichen vom Domizil für die Freie Schule über ein Ärztezentrum bis zur Einrichtung eines Lego-Museums. Was davon zu realisieren ist, wird auch von den Kosten abhängen.

Eschede ist im Städtebauförderprogramm „Kleinere Städte und Gemeinden“ des Bundes und des Landes Niedersachsen und hofft, dass Förderanträge zur Nachnutzung der Schule erfolgreich sind. Dann würden zwei Drittel der Kosten gefördert werden. Sicher ist die Förderung aber nicht, weshalb die Kommune neben einer „großen Lösung“ auch „schlanke Lösungen“ diskutieren will. Mit der Planung zur Umnutzung der Schule wurde die Planungsgemeinschaft Eggert Sass und Steffen Muth beauftragt. Sie haben bereits den Umbau der alten Schule zum Dorfzentrum in Höfer begleitet und planen den Feuerwehrgerätehaus-Neubau in Eschede. Die Infoveranstaltung am Montag moderiert die Landschaftsarchitektin Sabine Scherer von der Kirchner Engineering Consult GmbH in Stadthagen.

Von Joachim Gries