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Eschede Was wird aus Räumen der Oberschule in Eschede?
Celler Land Eschede Was wird aus Räumen der Oberschule in Eschede?
12:26 05.03.2015
Eschede

„Wir haben uns intern verständigt, gemeinsam mit Schulleiterin Angela Rath von der Grundschule ein Belegungskonzept zu erarbeiten“, sagt Bürgermeister Günter Berg. Vorstellung im Rathaus sei es, die neuesten Gebäude auf dem Glockenkolk der Grundschule zur Verfügung zu stellen. Für den Ganztagsbetrieb, die Inklusion sowie die Administration reichten deren Räume aber nicht aus.

Hinzu kommt, dass auch für die leerstehenden Schulgebäude Betriebskosten anfallen, sie müssen geheizt, gelüftet und unterhalten werden. In der Vergangenheit hatten sich der Landkreis als Schulträger der Oberschule und die Gemeinde die Betriebskosten geteilt, jetzt wird nach Bergs Worten eine anteilige Regelung mit dem Kreis angestrebt.

Im Sommer soll in Eschede ein Entscheidungsprozess in Gang gebracht werden, wie künftig die kommunalen Liegenschaften genutzt werden sollen. Daran sollen die Öffentlichkeit und alle potenziellen Nutzergruppen wie Vereine und Verbände beteiligt werden, ebenso externer Sachverstand. Denkbar sei, dass der Jugendtreff künftig Teile der Schule nutze. Das Archiv müsse aus der Escher Musenmöhl raus. Bei der Musenmöhl mit dem Veranstaltungsraum im Obergeschoss sowie Toiletten im Keller- und im Dachgeschoss lasse sich eine Barrierefreiheit nur mit großem Aufwand erreichen. Die barrierefreie Mensa sei nicht für Veranstaltungen gebaut worden. Deshalb sei denkbar, dass im langen Schulgebäude ein ebenerdiger Raum, eventuell teilbar, für diese Zwecke hergerichtet werde. „Wer nutzt künftig die Küche oder den Werkraum“, fragt Berg und hat dabei auch die Volkshochschule im Blick.

Überlegungen zur Ansiedlung einer privaten Schule in Eschede sieht der Verwaltungschef erst am Anfang, das hatte er auch in der vergangenen Woche in der Ratssitzung betont. Mit der Interessengruppe, die diese Ideen vorantreibt, sei vereinbart worden, Referenten für unterschiedliche Modelle zu finden und so die Öffentlichkeit zu informieren. Am Ende sei abzuwägen, ob es Chancen gibt. Berg hofft, dass die Konturen in einem Jahr klarer sind. Eine private Schule könnte eine Nische besetzen, die den ganzen Ort nach vorn bringe.

Dass auch Schulteile abgerissen werden, wenn es für sie keine Nutzung gibt, will der Verwaltungschef nicht ausschließen. „Der Gedanke an eine Beseitigung muss erlaubt sein.“ Diese Lösung verbietet sich aber für das unter Denkmalschutz stehende, inzwischen über 110 Jahre alte Schulgebäude an der Bahnhofstraße.

„Wir müssen ausbaden, was woanders beschlossen wird“, sagt Berg mit Verweis auf das Ende der Oberschule in Eschede. In jedem Wechsel stecke aber auch eine Chance.

Von Joachim Gries