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Eschede Wassermangel und Algenplage in den Aschauteichen
Celler Land Eschede Wassermangel und Algenplage in den Aschauteichen
19:26 12.08.2010
Befallen von der Braunalge: Torben Heese zeigt einen seiner belasteten Teiche. Quelle: Christian Uthoff
Aschauteiche

Die Aschauteiche leiden derzeit unter Wassermangel. Besonders in den Gewässern nördlich der Bundesstraße 191 sei der Wasserstand stark gesunken, berichtet Heese. Grund für den Mangel sei vor allen Dingen die starke Versickerung. Durch die Wärme nimmt außerdem das Sauerstoffniveau ab und die Algenbildung zu. Für die Zukunft muss er sich daher auf Mehrkosten sowie geringere Erträge einstellen.

Ein paar Schritte weiter steht Heese am Überlauf der Aschau, die seine Teiche mit Wasser versorgt. Derzeit ist nur ein kleines Rinnsal am Überlauf erkennbar – das Resultat spiegelt sich in vielen Teichen wider. „Die obersten Teiche sind am stärksten betroffen“, erläutert Heese. „Sie sind vom Betrieb am weitesten entfernt, dort gibt es keine Grundwasserversorgung.“ An ihrer tiefsten Stelle haben die Teiche sonst eine Wassertiefe von 1,80 Meter – jetzt ist es nur noch ein knapper halber Meter. Aufgrund eines Sonderantrages darf er täglich 1200 Kubikmeter Grundwasser fördern, um die Verluste auszugleichen. Tatsächlich benötige er aber täglich über 7000 Kubikmeter, die Förderung dieser Menge wäre jedoch nicht wirtschaftlich.

Der Großteil des Wassers versickert derzeit im Heideboden. Rund zehn Millimeter am Tag gehen auf diese Art und Weise verloren. Dazu kommt die Verdunstung. Möglich wäre es nach Angaben von Heese, nahe dieser Gewässer Brunnen bauen zu lassen. Dies wäre jedoch kostspielig. An einigen Teichen hat Heese daher die Fütterung eingestellt. „Die Algenentwicklung wird sonst zu stark“, begründet er so seinen Schritt.

Für ihn ist die Wasserknappheit ein typisches Sommerproblem. Er und seine Mitarbeiter versuchen nun, wenigstens die geringen Wasserstände bis zum Oktober zu halten – dann wird abgefischt. Mehrkosten entstünden derzeit dadurch, dass einige Teiche mittels Pumpen mit Wasser versorgt werden. Zudem fürchtet Heese geringere Erträge aufgrund von ausbleibendem Zuwachs.

Von Christian Uthoff