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Eschede "Wir sind am Ende"
Celler Land Eschede "Wir sind am Ende"
17:34 13.12.2013
Eschede

46 Minuten dauerte die letzte Sitzung des Rates der Samtgemeinde Eschede, dann hatte das Gremium die elf Tagesordnungspunkte abgearbeitet. Darin enthalten auch ein Rückblick auf 46 Jahre Samtgemeinde, die am 1. Januar 2014 Geschichte sein wird. „Der neue Rat soll die Belange der neuen Gemeinde Eschede verfolgen“, hatte Ratsvorsitzender Otto Brandes bei der Begrüßung erklärt.

Der Rat billigte den Jahresabschluss 2010, der zwar mit einem Minus von gut 247.000 Euro abschloss, damit aber um 890.000 Euro besser ausfiel als in der Planung veranschlagt. Mit einem Minus schloss die Betriebskostenabrechnung 2010 für die Friedhöfe ab. „Es war kein gutes Jahr“, sagte Kämmerer Torsten Peters mit Blick auf die Zahlen. Insgesamt ist bei den Friedhofsgebühren ein Minus von knapp 38.000 Euro aufgelaufen. Das Rechnungsprüfungsamt habe die Samtgemeinde aufgefordert, die Gebühren neu zu kalkulieren oder über einen Schuldenschnitt nachzudenken.

Beschlossen wurde auch ein kreditähnliches Rechtsgeschäft. Damit stellt die Kommune die Finanzierung der 2012 verlegten Wärmeleitungen auf dem Schulhof auf eine rechtssichere Basis. Und es wurden zwei Personalien geklärt. Uwe Mentzel aus Eschede wurde vom Rat zum neuen stellvertretenden Schiedsmann gewählt. Zum Wildschadenschätzer, der für die Kommune die Voruntersuchungen bei Wildschäden vornimmt, wurde Horst Peter aus Burghorn gewählt und in das Ehrenbeamtenverhältnis berufen.

„Wir sind am Ende“, sagte Brandes, als alle Beschlüsse gefasst waren. Samtgemeindebürgermeister Günter Berg sprach von einem historischen Moment, als er zu einem kleinen Rückblick ansetzte. Mitte der 1960-er Jahre sei die Stärkung der Verwaltungskraft der Gemeinden auch im Landkreis Celle diskutiert worden. Für den Escheder Raum hatte das zur Folge, dass sich Eschede, Dalle und Weyhausen Mitte 1967 zur ersten Samtgemeinde Eschede zusammenschlossen. Die Fusionen dauerten an, bis der Landtag in Hannover 1972 das Celle-Gesetz beschloss und damit auch Höfer gegen seinen erklärten Willen zum 1. Januar 1973 der Samtgemeinde Eschede zuschlug.

Nachlesen können die Ratsherren das alles in einer kleinen Broschüre, die Samtgemeindearchivar Kurt W. Seebo verfasst hatte.

Von Joachim Gries