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Eschede Wo gibt's hier freie Flächen?
Celler Land Eschede Wo gibt's hier freie Flächen?
09:57 06.11.2018
Von Carsten Richter
Die Gemeinde Eschede sucht Bauland auf ihrem Gebiet. Quelle: Oliver Knoblich
Eschede

Die Konjunktur brummt, die Zinsen sind niedrig: Die deutsche Baubranche erlebt derzeit einen Boom. Viele Familien wollen sich den Traum von den eigenen vier Wänden erfüllen. Da möchte die Gemeinde Eschede nicht hinterherhinken. „Es ist unsere Aufgabe, Wohngrundstücke zu schaffen“, sagt Wilfried Nieberg, Fachbereichsleiter im Escheder Rathaus.

Das Problem: Es gibt derzeit keine freien Grundstücke. Hinzu kommt die komplizierte Lage der Gemeinde zwischen Bahnstrecke, Bundesstraße und Naturschutzgebiet. Dennoch lässt die Verwaltung nichts unversucht. Mit dem Architekten und Stadtplaner Eggert Sass hat sie sich einen Experten an ihre Seite geholt.

„Bei einer Ortsbegehung sind wir auf schwierige Verhältnisse gestoßen“, erklärte Sass im Ausschuss für Bauen, Umwelt und Sport. Dennoch hat er alle Entwicklungsmöglichkeiten dokumentiert und in der Sitzung präsentiert. Viel Wert legt er darauf, dass die Untersuchungen nicht als Ergebnisse verstanden werden. „Erst nach einer engeren Auswahl werden konkrete Empfehlungen vorliegen, auf deren Grundlage die Gremien über die zukünftige Baulandentwicklung beraten und beschließen können“, betont Sass.

Sechs Flächen wurden demzufolge auf ihr Entwicklungspotenzial hin in den Kategorien Städtebau, Landschaftsarchitektur und Hydrologie bewertet, wobei die hydrologischen Ergebnisse noch ausstehen. Die potenziellen Gebiete im Überblick:

Östlich der Eichenstraße: Sass beurteilt die etwa 6000 Quadratmeter große Fläche wegen ihrer Lage als attraktiv. Problematisch ist dagegen der Wuchs einiger geschützter Pflanzen. „Ein Kompensationsaufwand wäre hier, wenn er überhaupt zulässig ist, sehr hoch“, so der Experte.

Nördlich und südlich der Südstraße: Im nördlichen Bereich könnte hier auf 17.500 Quadratmeter gebaut werden. Zu klären ist aber die Anbindung an die Landesstraße. Auch die Lage im südlichen Bereich (26.500 Quadratmeter) ist gut, schwierig ist aber der Zuschnitt.

Südöstlich des Südfelds: Eine Ergänzung der Südfeldbebauung sei sinnvoll, sagt Sass. Bevor eine Bauplanung erfolgt, müsse aber der bestehende Verdacht auf Altlasten ausgeräumt sein.

Östlich und westlich des Habighorster Wegs: Beide Gebiete sind aus städtebaulicher Sicht zusammen oder gar nicht zu entwickeln. Der westliche Bereich liegt im Übergang zum FFH-Gebiet Aschau-Aue. Sass empfiehlt hier keine Bebauung.

Eschedes Bürgermeister Günter Berg wies für die weiteren Planungen außerdem auf den Verlauf einer möglichen Westumgehung hin. Schon 2012 hatten sich die politischen Gremien Eschedes für den Bau ausgesprochen, das Projekt ist außerdem in den Bundesverkehrswegeplan 2030 aufgenommen worden. Im Ausschuss betonte Berg die Notwendigkeit einer Ortsumgehung durch die geplante Verlängerung der A 39. „Dann wird es hier Verkehrsprobleme geben.“

Beisammensein, Speis und Trank, Handwerk - darum geht es beim Habighorster Markt, den die Besucher wegen der heimatlichen Atmosphäre besonders schätzen.

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