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Eschede Zweirädriger "Wolf" in Richtung Osten unterwegs
Celler Land Eschede Zweirädriger "Wolf" in Richtung Osten unterwegs
15:48 07.02.2014
Eschede

Damit scheint sich neben dem Rudel auf dem Truppenübungsplatz Bergen, wo zwei Alttiere mit vier Welpen aus dem vergangenen Jahr leben, ein weiteres Wolfspaar im Landkreis aufzuhalten. Zudem gab es in der Vergangenheit immer wieder Einzelsichtungen und an diversen Orten Wild- und Nutztierrisse. Wer den Überblick über die Wölfe in Niedersachsen behalten will, wird auf der Internetseite www.wildtiermanagement.com/wildtiere/haarwild/wolf fündig. Hier gibt es unter anderem eine aktuelle Übersicht über die Wolfsnachweise, oder die Ergebnisse der Untersuchungen nach Nutztierrissen.

Deutlich umfangreicher ist das Informationsangebot des Kontaktbüros Wolfsregion Lausitz unter www.wolfsregion-lausitz.de. Hier gibt es Wissenswertes über den Wolf, hier lässt sich seine Rückkehr nach Deutschland nachzeichnen, hier gibt es Auskunft über die aktuellen Rudel-Territorien. Auch lässt sich nachlesen, wie Mensch und Wolf miteinander leben können.

An jedem Gerücht ist ein Körnchen Wahrheit. Die CZ berichtete kürzlich, dass die Polizei zwar auch von dem Lastwagen mit einer Ladung aus lebenden Luchsen in Wölfen gehört habe, der aus Osteuropa gen Westen unterwegs war, diese Meldung aber nicht bestätigen konnte. Das Magazin "Jäger" gibt in seiner Februar-Ausgabe die Aussage eines Bundespolizisten René K. - der natürlich anders heißt - zum Bestens. Danach sei ein entsprechender Transporter bei der Einreise aus Polen an der Grenze bei Frankfurt/Oder angehalten worden. Das Schweigen der Polizeidienststellen habe ermittlungstaktische Gründe.

Das Dementi der Bundespolizei in Berlin unter der Überschrift "Die Geschichte vom Wolfstransporter - alles nur Wolfsgeheul" erfolgte Ende Januar. "Einen solchen Fall hat es nicht gegeben!", heißt es darin eindeutig. Doch dann kommt es zur Enthüllung: Anfang November hätten Bundespolizisten einen weißen VW T4 und darauf unter anderem einen "Steppenwolf" sichergestellt. Dabei habe es sich jedoch nicht um einen nordamerikanischen Kojoten, sondern um ein Rad des gleichnamigen Fahrradherstellers gehandelt. Es sei eines von 14 Fahrrädern gewesen, die als Hehler-Ware nach Osteuropa gebracht werden sollten.

Dass das Gerücht über den Wolfs-Laster in Richtung Westen damit verstummt, ist nicht zu erwarten. Uns sind noch ganz andere Dinge zu Ohren gekommen, wir halten Sie auf dem Laufenden.

Von Joachim Gries