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Faßberg 1500 Besucher bei Faßberger Festival
Celler Land Faßberg 1500 Besucher bei Faßberger Festival
17:25 22.05.2011
Der Indie Rock von Prime Circle gefiel nicht allen Zuhörern Quelle: Udo Genth
Faßberg

Acht Gruppen haben am Sonnabend beim inzwischen schon traditionellen Mai-City-Festival in Faßberg mächtig für Stimmung gesorgt. Sie spielten vor rund 1500 Besuchern Rock-Pop, Irish Folk, Ska und Reggae.

Als erste Musikgruppe trat Soul Food auf. Die Schülerband der Faßberger Realschule war der „Eisbrecher“. Unter der Leitung von Volker von Hardenberg brachten die jungen Leute Cover-Versionen bekannter Stücke. Ihr Eingangssong „We Will Rock You“ war fast so etwas wie ein Motto des gesamten Festivals. „Zu Anfang war ich etwas aufgeregt“, sagte Lisa Leverenz, eine der drei Sängerinnen, „aber beim Singen gab sich das dann schnell“.

Jung ging es mit den „Keltic Spring“ weiter. Der Nachwuchs der bekannten „Keltics“ ließ den melodiösen Irish Folk erklingen, mit dem ihre Eltern berühmt wurden. Ein Höhepunkt des Abends war der Auftritt von „What´zz Up“. Die sechs Musiker aus Lüneburg spielten unverfälschten Rock. Laut, stampfend, mitreißend, technisch ausgereift im Spiel und mit Gespür für Nuancen. Das war es, was das Publikum wollte, wie der frenetische Beifall bewies. Gleich nach ihrem Auftritt startete eine Verlosung. Diese Neuheit bescherte den Gewinnern CDs und T-Shirts, wie denn überhaupt das Festival etwas aufgelockert wurde. Natürlich gab es auch Stände mit Getränken, Bratwürstchen, Pommes und sogar Fisch.

Als Topact des Abends war Prime Circle aus Südafrika angekündigt worden. So wartete das Publikum gespannt auf die sechs Musiker, die angeblich auf dem Faßberger Platz der Luftbrücke eine Deutschland-Tournee starteten. Ungeachtet des Wahrheitsgehaltes dieser Ankündigung wurde die Gruppe den hohen Erwartungen nur zum Teil gerecht. Sie spielte „Indie Rock“, eine recht gefällige Mischung aus Folk-Rock und einigen originellen Mainstream-Rock-Passagen. Das Publikum bedachte den Auftritt mit großem Beifall, die Einstellung zur Musik schwankte jedoch. „Das ist weder Fisch noch Fleisch“, urteilte Schmarbecks Ortsvorsteher Carl W. Kuhlmann. Anderer Meinung war Mara Gundlach. „Die sind top“, so die Faßbergerin.

Am Tag darauf zog Kerstin Barsch das Fazit: „Keine besonderen Vorkommnisse, alle zufrieden, es war eine sehr schöne Veranstaltung“.

Von Udo Genth