Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Faßberg Ärger um den Neuen Damm
Celler Land Faßberg Ärger um den Neuen Damm
16:54 18.09.2013
Der ausgebaute Teil des Neuen Dammes von Norden aus gesehen. Quelle: Udo Genth
Müden (Örtze)

MÜDEN. Der Neue Damm in Müden sorgt weiter für Diskussionen und inzwischen auch einen Gerichtsstreit. Diesmal ist es allerdings nicht der noch nicht sanierte Teil der Straße, sondern der bereits fertiggestellt, um den gestritten wird. Denn die Anlieger sind unzufrieden mit den Ausbaubeiträgen, die sie dafür bezahlen sollen.

Der Teilabschnitt zwischen der Hauptstraße und der Sandstraße hat rund 340.000 Euro gekostet. Nach Abzug einer Fördersumme verbleiben laut Gemeinde noch etwa 185.000 Euro. Dass die Anlieger einen großen Teil der Sanierung tragen mussten, war klar, allerdings ist die Höhe streitig. Denn einige Anlieger sehen den Neuen Damm als Durchgangs- und nicht als Anliegerstraße. Bei einer Anliegerstraße wie der Damm jetzt klassifiziert ist, würde der Beitrag 75 Prozent der Kosten ausmachen, bei einer Durchgangsstraße aber nur 60 Prozent. Da nach CZ-Informationen einige der Hausbesitzer mehrere 10.000 Euro bezahlen sollen, ist das ein wichtiger Faktor.

Fünf Hausbesitzer haben deshalb im August Klage beim Verwaltungsgericht in Lüneburg eingereicht. Sie berufen sich laut ihrem Anwalt Rochus Berger aus Celle auf eine eigene Verkehrszählung. „Sie hat ergeben, dass der Anliegerverkehr dabei völlig bedeutungslos ist”, sagt Berger. Er ist zuversichtlich, dass er mit der Klage Erfolg hat, rechnet aber erst in einigen Monaten mit einer Entscheidung des Gerichtes.

Ein Gerichtssprecher bestätigte den Eingang der Klage. Allerdings sei die „etwas eigenartig”, weil eigentlich ein Antrag auf Aussetzung der Vollziehung hätte gestellt werden müssen. Darauf weist der Rechtsanwalt auch hin, hat aber trotzdem Klage eingereicht, weil die Gemeinde Faßberg offenbar fälschlicherweise diesen Weg in den Bescheiden für die Anliegerbeiträge angegeben hatte.

Unabhängig davon wie dieser Vorgang jetzt juristisch durch das Gericht bewertet wird, bleibt Faßbergs Bürgermeister Hans-Werner Schlitte ziemlich gelassen. „Es gibt Anlieger, die mit ihre Beiträge nicht einverstanden sind. Aus unserer Sicht sind wir aber auf einem guten Weg”, so Schlitte. Er hält an der Meinung fest, dass der Neue Damm eine Anliegerstraße ist.

Schlitte trat auch Gerüchten entgegen, dass der an die Straße angrenzende Alte Friedhof erst im laufenden Verfahren herausgenommen worden sei. „Es war von Anfang an klar, das der Friedhof als Parkanlage nicht mit veranlagt wird”, so der Bürgermeister.

Tore Harmening

Von Tore Harmening