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Faßberg Aerospace Day: Flieger verlassen Faßberg
Celler Land Faßberg Aerospace Day: Flieger verlassen Faßberg
18:04 09.09.2013
Die Verantwortlichen waren mit der Besucherresonanz zufrieden, auch wenn - sie die Zahl um 5000 nach unten korrigieren mussten.  Quelle: Tore Harmening
Faßberg

Großer Abflugtag war gestern auf dem Fliegerhorst in Faßberg. Nach dem Aerospace Day am Wochenende hoben Transall, Eurofighter, Tornado, Apache und andere Fluggeräte wieder von der Startbahn in Faßberg ab, um an die Heimatstützpunkte zurückzukehren.

Die Verantwortlichen korrigierten am Montag die Zahl der Besucher auf 25.000 herunter, waren aber trotzdem zufrieden mit der Resonanz. Besonderes Lob bekamen Bernd Przyswitt, Bernd Müller-Keil, Reimund Jochheim und Manfred Hartmann vom Projektteam, „das mit großer Hingabe und Kreativität die Realisierung des Aerospace Day voranbrachte, die Ideen aufgriff und mit motivierten Arbeitsgruppenleitern umzusetzen verstand” schrieb der Standortälteste, Oberst Peter Kraus, in seinem Tagesbefehl. Er bedankte sich auch bei allen anderen Helfern für die Arbeit.

Ob sich die gesamte Veranstaltung auch finanziell einigermaßen selber getragen hat, ist noch nicht klar. Wie Sprecher Matthias Blazek sagte, werde erst im Laufe der Woche eine Abrechnung erstellt, wie viele Flyer und Festschriften verkauft wurden.

Angesichts des guten Verlaufs können sich die Verantwortlichen ohnehin eine Wiederholung sehr gut vorstellen. Allerdings nicht jedes Jahr. „Letztlich wurden mit dieser Veranstaltung über ein Jahr Kräfte gebunden”, sagt Blazek. Angesicht von Personalabbau und steigenden Preisen würden die Rahmenbedingungen in der Bundeswehr auch deutlich erschwert.

Doch deshalb noch mal dreißig Jahre warten bis zur nächsten Großveranstaltung wie es bis zum Aerospace Day der Fall war, möchten die Verantwortlich auch nicht. „Eine denkbare Möglichkeit etwas ähnliches zu machen, würde sich im Jahr 2016 anbieten”, sagt Blazek. In dem Jahr jährt sich zum 60. Mal der Tag, an dem der Fliegerhorst an die Bundeswehr übergeben wurde.

Jetzt sind die Soldaten am Fliegerhorst erstmal noch damit beschäftigt, alles wieder herzurichten, denn die vielen Besucher haben ihre Spuren hinterlassen. Doch das Aufräumen geht erheblich leichter, denn letztlich sind alle froh, dass die Großveranstaltung im Großen und Ganzen reibungslos abgelaufen ist und bis auf einen Verkehrsunfall am Sonnabend bei der Abfahrt vom Gelände nichts passiert ist.

Beim Aerospace Day hatte sich sowohl die Bundeswehr als auch die Gemeinde Faßberg präsentieren wollen und dabei ein umfangreiches Programm geboten. Zudem stellten sich zahlreichen Unternehmen wie Rheinmetall und Astrium mit ihren Produkten vor. Auch Carl Wilhelm Kuhlmann, der beim Aerospace Day den Verkehrsverein Müden am Stand vertrat meinte, dass „dieser Tag wirklich ein Aushängeschild für die Gemeinde ist. Wir müssten das wirklich öfter machen.”

Von Tore Harmening