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Faßberg Altes Handwerk und buntes Jahrmarktstreiben
Celler Land Faßberg Altes Handwerk und buntes Jahrmarktstreiben
19:33 11.08.2010
Volker Müller zeigt dem achtjährigen Henrik Moll, wie gedrechselt wird Quelle: Udo Genth
Müden (Örtze)

MÜDEN. Seit gestern heißt der Müdener Gruß wieder „Prost Jahrmarkt“. Der ehemalige Ortsvorsteher und nunmehrige Marktpräsident Otto Schaper eröffnete mit einer kurzen Rede, die er teilweise auf Platt hielt, das bunte Jahrmarkttreiben im Ortskern von Müden. Zum 793. Male feiern Einheimische und Gäste den Markt.

Genau 100 Marktstände sind entlang der Müdener Hauptstraße und ihrer Seitenstraße Neuer Damm aufgebaut. Da werden vorwiegend Waren des täglichen Bedarfs, aber auch Uhren, Pflanzen, Kleidung und Gewürze, Leitern und Spezialreiniger angeboten. Eine originelle Besonderheit war der Verkauf von speziellen „Müdener-Markt-Buttons“, dessen Erlös zur Deckung der Kosten des Volksfestes beitragen soll.

In Erinnerung an den Ursprung des Festes in einer Kirchweih, war rund um die – inzwischen von Baugerüsten umgebene – St. Laurentius-Kirche ein kleiner Handwerkermarkt aufgebaut Hier wurde traditionelles Handarbeit gezeigt und Musik gemacht. „Wir sind eine Gruppe von vier Freunden, die sich KlangKunstKulturGruppe nennt“, erläuterte Katharina Engelmann. Ihr Ziel sei es, einige althergebrachte Handwerke darzustellen. So zeigte sie als Steinbildhauerin gegenständliche Plastiken, ein Drechsler führte vor, wie aus Holzstücken Gefäße werden und ließ Kinder mitmachen, Bernd Alvermann töpferte mit Kindern. Das Ganze hatte Holger Dierks organisiert, der auch mit Musik die zahlreichen Interessierten unterhielt.

Der erste Tag des Müdener Marktes litt merklich unter mehreren Regenschauern. Deshalb machte sich unter den Markthändlern allgemein eine gedrückte Stimmung breit, was den Käuferandrang betraf, der Einbruch der Besucherzahlen war jedoch nicht dramatisch. Heute kann der Markt nochmals besucht werden, er schließt nach altem Brauch offiziell mit einem Feuerwerk um 22.30 Uhr, aber es darf weiter gefeiert werden.

Von Udo Genth