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Faßberg An der Heiligen Eiche ging es sonntags eilig zu
Celler Land Faßberg An der Heiligen Eiche ging es sonntags eilig zu
16:47 19.02.2010
Die heilige Eiche in Müden. Quelle: Torsten Volkmer
Müden (Örtze)

MÜDEN. Wahrscheinlich war die Eiche früher ein Gerichtsbaum, unter dem regelmäßig Gericht gehalten wurde. Dafür wurden in der Regel imposante und markante Bäume gewählt, die oft schon in vorchristliche Zeit von Bedeutung waren. „Der Baum kann es mit Alter und Umfang sicher mit fast allen im Landkreis aufnehmen“, meint Huber, der weitere Lieblingsbäume im Landkreis Celle hat.

Zu der Heiligen Eiche von Müden ist eine schöne Geschichte überliefert. Ein alter Dorflehrer soll danach im Heimatkundeunterricht den Schülern beigebracht haben, dass Hillige Eeke eilige Ecke bedeute. Er erklärte das so: Wenn am Sonntag die Kirchglocken der Müdener St. Laurentius-Kirche läuteten und die Mägde und Knechte aus Richtung Norden, aus Velligsen und Winterhoff, auf dem Kirchweg waren, wussten sie an dieser Ecke, dass sie sich beeilen mussten, um rechtzeitig zum Beginn des Gottesdienst in der Kirche einzutreffen.

Von Joachim Gries