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Faßberg Ausschuss bringt Ferienpark-Projekt Oberohe auf den Weg
Celler Land Faßberg Ausschuss bringt Ferienpark-Projekt Oberohe auf den Weg
15:59 16.09.2016
Von Christopher Menge
Faßberg

Das war auch nötig, denn eigentlich stand das Thema schon auf der Tagesordnung der Sitzung des Bauausschusses im August, doch der Termin platzte. Grund dafür war ein fehlender Brandschutzstreifen, der nicht im Plan verzeichnet war. Dieser ist aber Pflicht, daher musste die Entscheidung vertagt werden. Nur der Flächennutzungsplan war verabschiedet worden, nachdem die Frage der Ausgleichsflächen geklärt worden war.

"Jetzt sind wir auf einem guten Weg", sagte Faßbergs Bürgermeister Frank Bröhl, "darüber bin ich sehr froh." Er hofft, dass es in den kommenden vier Wochen, in denen die öffentliche Beteiligung läuft, nicht mehr viele Einwände und Bedenken gegen die Pläne geben wird. "Dann könnten die Baugenehmigungen für die einzelnen Häuser noch in diesem Jahr erteilt werden", sagte Bröhl.

Auf dem Gelände zwischen Unterlüß und Faßberg sollen zunächst 300 Wohneinheiten entstehen. Privatpersonen und größere Investoren können sich bei den Ferienhäusern einkaufen. „Für einen Privatmann würde die Investition bei rund 140.000 bis 150.000 Euro liegen. Wir gehen dann von einer Rendite von drei bis fünf Prozent aus“, hatte Klaas-Jan Nekemann, Manager des Ferienparks Heidesee, im Mai gesagt. Gestern war er für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Laut Nekemann soll auch auf dem Gelände selbst investiert werden. „Sobald die ersten 150 bis 170 Gebäudeeinheiten stehen, werden wir ein Hallenbad anbauen“, sagte Nekemann. Auch der Imbiss im Mehrzweckgebäude soll verändert werden. Der Ferienpark-Manager geht davon aus, dass zwischen 30 und 40 Arbeitsplätze entstehen, wenn die Ferienhäuser gebaut sind.

Die Pläne hatten zu einem heftigen Schlagabtausch auf Kreisebene geführt, weil der Betreiber für die Erweiterung eine Ausgrenzung aus dem Landschaftsschutzgebiet von rund 16 Hektar benötigt hatte. Die Opposition hatte das heftig kritisiert, letztlich war die Ausgrenzung aber mit den Stimmen von CDU, FDP und WG beschlossen worden. Nekemann betonte im Gespräch mit der CZ, dass alle Auflagen eingehalten werden: „Es gibt Teile in der Fläche, die Naturschutzgebiet sind, und die werden auch Naturschutzgebiet bleiben.“