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Faßberg Ausstellung zeigt Soldaten im Einsatz
Celler Land Faßberg Ausstellung zeigt Soldaten im Einsatz
18:05 19.08.2010
Vor einigen bildlichen Darstellungen der Ausstellung unterhält sich Faßbergs Bürgermeister Hans-Werner Schlitte (rechts) mit Hauptmann Lars Repkow vom Hubschraubertransportregiment 10 Quelle: Udo Genth
Faßberg

Auf großformatigen Fotos und mit knappen, aber präzisen Erläuterungen zeigt die Ausstellung, in welchen Ländern der Erde Soldaten der Bundeswehr ihren Dienst verrichten. Die Ausstellung ist jedoch keine Zurschaustellung militärischer Gegebenheiten, sondern zeigt vielmehr die Einbettung der Armee in unseren demokratischen Staat. Die Ausstellung nimmt den Einsatz-Beschluss des Bundestags von 1994 zum Anlass für ihre Darstellung.

Der stellvertretende Standortälteste Oberst Preetz wies in seiner kurzen Einführung darauf hin, dass seither schon rund 260000 deutsche Soldaten – und damit mehr als der gesamte Friedensumfang der Bundeswehr – im Ausland waren. Er erinnerte daran, dass Auslandseinsätze bereits früher begannen. Beispielsweise flog 1960 die Luftwaffe in das zerstörte marokkanische Agadir, Hilfen in Erdbeben- oder Flutgebiete des Iraks, Äthiopiens oder Indonesiens schlossen sich an.

Die Schau zeigt mit eindrucksvollen Bildern, wie deutsche Soldaten im Ausland sichern und helfen. Die Konzeption der Ausstellung wurde vom Militärgeschichtlichen Forschungsamt in Potsdam entworfen. Eine Ergänzung der Bilder durch Objekte wäre zu wünschen. Das Zeigen von Hilfspaketen oder Ausrüstungsgegenständen könnte die Anschaulichkeit steigern. Hauptmann Lars Repkow von den Faßberger Heeresfliegern kündigte dennoch an, die Ausstellung in die Ausbildung der jungen Soldaten seines Regimentes einzubinden.

Öffnungszeiten: „Die Bundeswehr im Einsatz“ ist im großen Saal des Haus Schlich-ternheide/Soldatenheim an der Faßberger Großen Horststraße eingerichtet. Sie ist bis zum 19. September zu sehen, die Öffnungszeiten sind täglich (einschließlich Wochenenden) von 8 bis 16 Uhr, der Eintritt ist frei.

Von Udo Genth